Zucchini schälen – ja oder nein?

Bitterstoffe

Zucchini gehören (wie im Übrigen auch Kürbisse und Gurken) zu den Kürbisgewächsen. Diese können Cucurbitacine enthalten. Das sind giftige Bitterstoffe, die obendrein hitzebeständig und kaum wasserlöslich sind.
Normalerweise sollten diese Bitterstoffe bei dem aus dem Handel erhältlichen Gemüse herausgezüchtet sein. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass wir in den vergangenen Jahren immer wieder vereinzelte bitter schmeckende Zucchini aus dem Handel hatten. Das kann durch Temperaturschwankungen, Hitze oder falsche Lagerung passieren. Probieren Sie doch einfach zuhause ein kleines Stück davon, bevor Sie die Zucchini verarbeiten. Schmeckt sie bitter, sollte sie nicht weiter verarbeitet werden.
Züchtet man Zucchini zuhause im Gemüsebeet und verwendet die Samen für eine neue Aussaat im nächsten Jahr, können die alten Eigenschaften zurückkehren und sich Bitterstoffe bilden.

Malonsäure

Die Schale von Zucchini kann außerdem Malonsäure enthalten. Das ist ein Zellgift. Vor allem Zucchini mit einer dunkelgrünen Schale können sie enthalten. Zucchini, deren Schale gelb bis hellgrün ist, gelten als Malonsäure-frei.

Fazit

Bezüglich Bitterstoffe (Cucurbitacine): Hier hilft ein kurzer Selbstversuch. Sollte die Zucchini bitter schmecken, eignet sie sich nicht zum Verarbeiten (weder für Ihren Hund, noch für Sie selbst).
Bezüglich Malonsäure: Um sicher zu gehen, können Sie grüne Zucchini generell schälen. Gelbe Zucchini hingegen können mit Schale verarbeitet werden.

 

 

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Schadstoffe im Gemüse

Mit Schadstoffen sind einerseits Schwermetalle beziehungsweise Giftstoffe (wie Kadmium, Quecksilber und Blei oder Nitrat) gemeint, die sich in mehr oder weniger hoher Konzentration im Boden oder in der Umwelt befinden können, und andererseits die Belastung durch Düngemittel und Pestizide. All das kann das Gemüse aufnehmen und speichern.

Jedoch befinden sich im Gemüse teilweise Schadstoffe, die nicht vom Boden oder von der Umwelt aufgenommen, sondern von der Pflanze selbst gebildet werden, wie die Oxalsäure. Alle Schadstoffe können von den verschiedenen Gemüsesorten gleichermaßen aufgenommen werden. Nitrat findet sich vor allem in Spinat, Kopfsalat, Mangold, Grünkohl, Rote Beete und Kohlrabi. Oxalsäure wird vorwiegend von Mangold, Rote Beete und Spinat gebildet.

Ideal ist es, wenn Sie

  • Saisongemüse verfüttern
  • das Gemüse aus regionalem Anbau kaufen (am besten in Bioqualität) und
  • das Gemüse vor dem Verarbeiten waschen und eventuell noch die Schale entfernen.

Mehr zu Gemüse und Obst beim Barfen in meinem Ratgeber:
BARF – Bereit, alles roh zu füttern!?

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Hot Spot

Als Hot Spot (übersetzt „heißer Punkt“ oder „heißer Fleck“) bezeichnet man eine Erkrankung der Haut. Hot Spots sind meist runde, hochrote Hautentzündungen, die plötzlich auftreten können. Sie jucken stark und sind schmerzhaft. Die betroffenen Hautstellen nässen und sondern ein übelriechendes Wundsekret ab.

Manche Hunderassen sind anfälliger für Hot Spots als andere. So kommen sie beispielsweise gerne bei Rassen mit langem oder dichtem Fell vor, wie Berner Sennhunden, Deutschen Schäferhunden, Golden Retriever oder Neufundländern.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung eines Hot Spots können verschiedenartig sein. So kann er ausgelöst werden durch eine kleine Verletzung, einen Zeckenbiss, Allergien einen Parasitenbefall. Auch eine mangelnde Pflege bzw. Fellpflege kann zu einem Hot Spot führen. Durch Belecken der betroffenen Stelle (da meist ein starker Juckreiz vorhanden ist), „unterstützt“ der Hund sozusagen unbewusst die Entstehung und Ausbreitung der Hautentzündung.

Da warmes und feuchtes Wetter die Entstehung von Hot Spots begünstigt, werden  sie auch „Sommerekzem“ genannt.

Symptome

Sommerekzeme entwickeln sich schnell. Durch die Entzündung verlieren die Hunde an der betroffenen Stelle die Haare. Diese Stellen können flugs handtellergroß werden.

Hot Spots treten vorwiegend am Hals, am Rücken und am Rumpf auf. Das Fell rund um die betroffenen Stellen ist oft durch die Absonderungen der Wunde verklebt. Die entzündeten Hautstellen sind zur umliegenden Haut scharf abgegrenzt, sind schmerzhaft, jucken stark und geben teilweise ein eitrig-nässendes und stinkendes Sekret ab.

Meist ist ein Hot Spot auf eine Stelle am Körper konzentriert, aber die Ausbreitung ist möglich. Vor allem, da der Hund meist versucht, sich durch Belecken der betroffenen Stelle, Linderung zu verschaffen. Jedoch führt das nur dazu, dass sich die Symptome der Hot Spots verstärken.

Hilfe

Meist wird die betroffene Stelle beim Besuch in der Tierarztpraxis großzügig ausgeschoren (damit das umliegende Fell die Stelle nicht noch mehr reizt) sowie mit einem speziellen Shampoo und einer antiseptischen Lösung behandelt. Weitere Behandlungen werden fallbezogen vom behandelnden Tierarzt entschieden. Zuhause muss der Hund davon abgehalten werden, die Stelle zu belecken und beknabbern! Die behandelte Stelle muss trocken und sauber bleiben.

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eBooks online

Meine Ratgeber-Reihe ist online!

eBook-Reihe: 50Tipps für Sofawölfe

Dazu gehören diese fünf eBooks mit je 10 Tipps:

eBook-Reihe 50 Tipps für Sofawölfe: TEIL I: Erster Hund, erstes Glück – Voraussetzungen für die Hundehaltung_ISBN 978-3-7427-7805-5

Teil I: Erster Hund, erstes Glück – Voraussetzungen für die Hundehaltung

Inhalt TEIL I

Tipp 01: Wichtige Voraussetzungen
Tipp 02: Die soziale Komponente
Tipp 03: Indoor-Accessoires
Tipp 04: Ruhen und Schlafen
Tipp 05: Outdoor-Accessoires
Tipp 06: Das sichere Zuhause
Tipp 07: Der Einzug
Tipp 08: Welpen-Special
Tipp 09: Schmusen und Wohlfühlen
Tipp 10: Rituale

ISBN 978-3-7427-7805-5 | eBook | ca. 52 Seiten | 1,99 €

zu kaufen in allen eBook-Stores und bei
neobooks


eBook-Reihe 50 Tipps für Sofawölfe: TEIL II: Auf Du und Du – Teambuilding und Hundeerziehung_ISBN 978-3-7427-7832-1

Teil II: Auf Du und Du – Teambuilding und Hundeerziehung

Inhalt TEIL II

Tipp 11: Regeln
Tipp 12: Ruhe und Stress
Tipp 13: Unterforderung und Überforderung
Tipp 14: Hundeerziehung
Tipp 15: Hundeschule
Tipp 16: Richtig Loben und Korrigieren
Tipp 17: Hörzeichen und Sichtzeichen
Tipp 18: Hilfsmittel
Tipp 19: Sitz und Platz
Tipp 20: Heranrufen

ISBN 978-3-7427-7832-1 | eBook | ca. 52 Seiten | 1,99 €

zu kaufen in allen eBook-Stores und bei
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eBook-Reihe 50 Tipps für Sofawölfe: TEIL III: Hundeverständnis – Beschäftigung, Verhalten, Körpersprache_ISBN 978-3-7427-7831-4

Teil III: Hundeverständnis – Beschäftigung, Verhalten, Körpersprache

Inhalt TEIL III

Tipp 21: Spazierengehen
Tipp 22: Hundesport und Sport mit Hund
Tipp 23: Spiele und Kopfarbeit
Tipp 24: Unliebsames Verhalten
Tipp 25: Probleme und deren Lösung
Tipp 26: Furcht und Angst
Tipp 27: Kind und Hund
Tipp 28: Körpersprache und Ausdrucksverhalten
Tipp 29: Beschwichtigungs- und Beruhigungssignale
Tipp 30: Begegnungen mit Artgenossen

ISBN 978-3-7427-7831-4 | eBook | ca. 74 Seiten | 1,99 €

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eBook-Reihe 50 Tipps für Sofawölfe: TEIL IV: Wohlfühlfaktoren – Hundeernährung, Pflege, Alltagstipps_ISBN 978-3-7427-7818-5

Teil IV: Wohlfühlfaktoren – Hundeernährung, Pflege, Alltagstipps

Inhalt TEIL IV

Tipp 31: Futtermenge und Übergewicht
Tipp 32: Von Fertigfutter bis Zusatzstoffe
Tipp 33: Wichtig bei der Hundeernährung
Tipp 34: Kauartikel und Leckerlis
Tipp 35: Die Fellpflege
Tipp 36: Krallen, Augen, Ohren, Zähne
Tipp 37: Der Hund im Auto
Tipp 38: Hund und Urlaub
Tipp 39: Sommer wie Winter
Tipp 40: Der Zweithund

ISBN 978-3-7427-7818-5 | eBook | ca. 60 Seiten | 1,99 €

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Teil V: Von Anatomie bis Zecke – Hundegesundheit und Hundekörper

eBook-Reihe 50 Tipps für Sofawölfe: TEIL V: Von Anatomie bis Zecke – Hundegesundheit und Hundekörper_ISBN 978-3-7427-7824-6

Inhalt TEIL V

Tipp 41: Die Anatomie des Hundes
Tipp 42: Hundesinne
Tipp 43: Schmerzerkennung
Tipp 44: Zur Gesundheit
Tipp 45: Pubertät und Hormone
Tipp 46: Impfen
Tipp 47: Kleine Plagegeister
Tipp 48: Der Hund in guten Händen
Tipp 49: Häufige Krankheiten
Tipp 50: Die Grauschnauze

ISBN 978-3-7427-7824-6 | eBook | ca. 58 Seiten | 1,99 €

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eBook-Reihe: 50 Tipps für Sofawölfe

Bald ist es soweit – meine eBook-Reihe
„50 Tipps für Sofawölfe“ erscheint!

Zu der Reihe „50 Tipps für Sofawölfe“ gehören diese fünf eBooks
  • Teil I: Erster Hund, erstes Glück – Voraussetzungen für die Hundehaltung, ISBN folgt
  • Teil II: Auf Du und Du – Teambuilding und Hundeerziehung, ISBN folgt
  • Teil III: Hundeverständnis – Beschäftigung, Verhalten, Körpersprache, ISBN folgt
  • Teil IV: Wohlfühlfaktoren – Hundeernährung, Pflege, Alltagstipps, ISBN folgt
  • Teil V: Von Anatomie bis Zecke – Hundegesundheit und Hundekörper, ISBN folgt

Richtig füttern bei heißen Temperaturen

Wenn die Temperaturen hochklettern, ändert sich das Fressverhalten mancher Hunde. So kann es sein, dass Ihr Vierbeiner an heißen Tagen einfach weniger Appetit hat und seinen Napf nicht leert. Kommt das nur an warmen Tagen vor, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein normales Verhalten. Kleinere Portionen schonen den Magen. Wahlweise können Sie Ihrem Hund, der seine tägliche Futterration sonst auf zwei Portionen pro Tag verteilt bekommt, auf drei Mahlzeiten pro Tag aufteilen. Die Gesamtfuttermenge reduziert sich somit nicht, der Magen wird aber pro Portion weniger belastet.

Frisst Ihr Hund eine Mahlzeit nicht komplett auf, verwahren Sie die Reste eventuell im Kühlschrank oder werfen Sie sie besser gleich weg. Im Sommer passiert es schnell, dass das Futter ungenießbar wird (z. B. Nassfutter) oder Fliegen es als wunderbare Ablagemöglichkeit für ihre Eier ansehen. Bevor sich Ihr Hund den Magen verdirbt, ist es besser, Sie entsorgen die Reste. Geben Sie Ihrem Hund lieber von vornherein eine kleinere Portion, die er restlos auffrisst, somit ist das schon mal kein Thema mehr.
Wenn Sie den Rest der Dose Nassfutter im Kühlschrank aufbewahren denken Sie bitte daran, es ca. 30 Minuten vor der Fütterung herauszunehmen, so dass es Zimmertemperatur hat. Zu kaltes Futter kann den Hundemagen belasten.

Frisches Wasser ist wichtig – nicht nur im Sommer. Aber in der heißen Jahreszeit ist noch stärker darauf zu achten, dass es in ausreichender Menge vorhanden ist und der Napf nie leer sein darf. Mindestens zweimal täglich sollte das Restwasser aus dem Wassernapf ausgeschüttet und durch neues, frisches Wasser ersetzt werden.

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Keine Hunde im Auto lassen!

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Lassen Sie Ihren Hund nicht im Auto!

Leider kommt es immer wieder vor, dass Hunde bei Hitze von ihren Besitzern, sei es nun aus Unwissenheit, Ignoranz oder Unvernunft, im Auto gelassen werden und die Vierbeiner dabei im schlimmsten Fall umkommen.
Denn bereits bei Außentemperaturen von um die 20 Grad kann sich ein Kraftfahrzeug im Innenraum bis auf 50 Grad aufheizen.

Auch bei im Schatten geparkten Fahrzeugen ist Vorsicht geboten, denn: Oft wird nicht bedacht, wie schnell die Sonne wandert.

Hunde im Sommer nicht im Auto lassen!

Bei noch höheren Außentemperaturen kann sich ein Auto sogar auf über 70 Grad aufheizen – und das innerhalb kürzester Zeit. Das was hier entsteht nennt sich Stauwärme.
Hier reichen auch Fenster, die geöffnet sind, sowie nicht ganz verschlossene Autotüren nicht aus, um die Temperatur im Fahrzeug drastisch zu reduzieren. Somit droht Hunden, die im Auto warten müssen, Überhitzung – und die kann bis zum Tod führen.

 

Ihr Vierbeiner hat nur die Möglichkeit sich durch Hecheln die benötigte Kühlung zu verschaffen. Schweißdrüsen haben Hunde nur an den Pfotenballen und am Nasenspiegel, d. h. eine Regelung der Körpertemperatur durch Schwitzen, wie bei uns Menschen, ist bei Hunden nicht möglich.

Wenn es Hunden zu warm wird, suchen Sie sich gerne einen kühleren Platz. Den können sie aber in dieser Situation im Auto nicht finden. Also wird die Atem- bzw. Hechelfrequenz entsprechend erhöht.
Hunde, die im aufgeheizten Auto warten müssen haben Sauerstoffmangel, bekommen Kreislaufprobleme und im schlimmsten Fall kommt es zu Kreislaufversagen oder einem Herzschlag.

Und das passiert leider alle Jahre wieder.

Deshalb: Lassen Sie Ihren Hund im Sommer nie allein im Auto – auch nicht für „nur“ ein paar Minuten!

Umstellung auf BARF

Ob das Umstellen auf BARF, also die Rohfütterung, von heute auf morgen oder besser Schritt für Schritt passieren sollte ist umstritten. Im Allgemeinen wird eine langsame Umstellung bevorzugt. Bei jungen Hunden hingegen wird oft empfohlen, ad hoc umzustellen. Die Praxis zeigt, dass beides möglich ist.

Aber: Ein schrittweises Umgewöhnen ist der schonendere Weg, denn der Hundekörper und sein Verdauungstrakt müssen sich erst an die neue Nahrung gewöhnen.

Wenn Sie Ihren Hund schnell auf BARF umstellen möchten, ist es sinnvoll, ihm mindestens einen Tag, besser noch zwei bis drei Tage vor der Umstellung keinerlei Futter zu geben, sodass sich keine „Restmengen“ des bisher gewohnten (Fertig-)Futters im Verdauungstrakt befinden.
Nach diesem(n) Fastentag(en) beginnen Sie mit Leichtverdaulichem wie in kleine Stücke geschnittenem Hühnchen- oder Putenfleisch und pürierten Möhren. Verteilen Sie die Mahlzeiten bei der Ad-hoc-Umstellung auf mehrere Rationen täglich und achten Sie beim Fressen auf Ihren Hund. Wie reagiert er auf das rohe Futter? Verträgt er auch alles gut?
Bleiben Sie ein paar Tage bei den leicht verdaulichen Komponenten. Danach können Sie beispielsweise mageres Rindfleisch dazu nehmen und andere pürierte Gemüse- und Obstsorten (wie Zucchini oder Apfel). Funktioniert das ebenfalls, kann die Nahrung noch etwas anspruchsvoller werden, wie etwa ein fettreicheres Fleisch (wie Kopffleisch vom Rind) oder verschiedene Gemüsesorten, die sich zum Rohfüttern eignen.

Die schrittweise Umstellung auf Rohfleisch wird, abhängig von Ihrem Hund, ca. zwei Wochen dauern. Bei dieser langsamen Umstellung dürfen die Fertigfutter-Portionen und die BARF-Portionen nicht miteinander gemischt werden und das gilt sowohl für Trocken- wie auch für Nassfutter. Der Grund ist: Im industriell gefertigten Futter, besonders im Trockenfutter, ist der Getreideanteil meist (sehr) hoch. Getreide aber hat eine völlig andere Verdauungszeit als das rohe Fleisch. Werden also diese beiden Komponenten zusammen an den Hund verfüttert, kann es zu Blähungen oder Durchfall kommen.
Deshalb: Beachten Sie einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden, die zwischen der Fütterung von Getreide und rohem Fleisch liegen sollten.


Der erste Schritt bei der langsamen Umstellung kann beispielsweise sein, dass Sie Ihrem Vierbeiner kleine Happen an Frischfleisch (z. B. Putenfleisch) als Zwischenmahlzeit in den Futternapf geben oder beim Spielen als Belohnung anbieten.
Als zweiter Schritt folgt dann, dass Ihr Hund täglich zwei verschiedene Futterrationen bekommt: Die eine mit dem gewohnten (Fertig-)Futter und die zweite mit dem neuen, rohen Frischfutter. Als Beispiel: Er bekommt morgens das bisher bekannte Futter und abends eine kleinere Frischfuttermahlzeit.
Nehmen Sie auch hier zunächst nur eine Sorte Fleisch, die leicht verdaulich ist, wie klein geschnittenes oder gewolftes Hühnchen- oder Putenfleisch. Klappt das gut, können Sie eine zweite Sorte Fleisch hinzunehmen (mageres Rindfleisch). Nach und nach kann sich jetzt die Gewichtung der Rohfutter- und Fertigfutteranteile verschieben.
Im dritten und letzten Schritt wird ganz auf das gewohnte Futter verzichtet und Sie geben morgens und abends die BARF-Ration. Nun darf auch hier die Nahrung anspruchsvoller werden und Sie können auch fettreicheres Fleisch füttern.

Normalerweise nehmen Hunde gern rohes Fleisch an. Hat ein Hund aber von „Welpenbeinen“ an nur Fertigfutter bekommen, wird ihm das rohe Fleisch zu Beginn unter Umständen komisch vorkommen. Er kennt schlicht und ergreifend weder den Geruch oder den Geschmack, noch die Konsistenz von rohem Fleisch nicht und muss sich erst einmal daran gewöhnen.
Ist das der Fall kann das Fleisch in der Eingewöhnungszeit gerne gegart werden. Zu Beginn werden Sie es wahrscheinlich komplett durchgaren müssen, nach und nach kann aber die Garzeit dann verkürzt werden, so dass Ihre Fellnase das Fleisch immer roher bekommt. Zum Schluss übergießen Sie es nur noch mit heißem Wasser bis Sie das Fleisch im letzten Schritt komplett roh servieren können.

Wie beim Fleisch wird auch bei Gemüse und Obst mit einer Sorte und Leichtverdaulichem begonnen, wie mit pürierten Möhren oder Äpfel. Wenn das funktioniert, können Sie weitere andere pürierte Gemüse- und Obstsorten dazu nehmen wie Zucchini oder Banane. Eventuell können Sie das Gemüse zu Beginn leicht andünsten.

Noch ein Tipp: Rohe fleischige Knochen und Knorpel sollten Sie erst nach einer gewissen Gewöhnungszeit an die Rohfütterung geben. Hier empfiehlt es sich, erst nach vier bis fünf Wochen mit „Anfängerknochen“ wie Hühnerhälsen zu beginnen.

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Wichtige Voraussetzungen zur Hundehaltung

Beginnen wir mit dem Wichtigsten überhaupt: Der Entscheidung zur Anschaffung eines Hundes an sich. Diese darf nicht zwischen Tür und Angel getroffen werden, denn sie setzt einige Überlegungen voraus. Natürlich steht im Vordergrund die Entscheidung für einen Hund als solchen, denn nicht für jeden ist das „Haustier Hund“ geeignet. Deshalb sollten im Vorfeld einige Fragen geklärt sein. Nachfolgend nur drei der Überlegungen, die Sie anstellen sollten, wenn Sie über die Anschaffung eines Hundes nachdenken.

Weitere Hinweise zur Anschaffung eines Hundes und Tipps für „Erst-Hundehalter“ bald in meinem eBook „Der erste Hund zieht ein“!

Haben Sie genügend Zeit, sich 2 – 3 Stunden täglich um Ihren „Neuzugang“ zu kümmern und sind Sie bereit, die Verantwortung für Ihren Hund für die nächsten 10 – 15 Jahre zu übernehmen?
Ein Hund braucht seinen täglichen Auslauf – und damit ist nicht nur der Auslauf im Garten gemeint. Regelmäßige Spaziergänge und Körperliche UND geistige Beschäftigung sind ebenso wichtig wie eine passende ausgewogene Ernährung und die regelmäßige Fell- und Körperpflege. Ihr Hund wäre auch sicherlich nicht glücklich, wenn er täglich mehr als fünf oder sechs Stunden alleine zu Hause auf die Rückkehr seines Rudels wartet – hier sprechen wir von einem erwachsenen Hund. Junge Hunde hingegen können maximal zwei Stunden einsamen Stubenarrest ertragen, schon aus dem Grund, dass sie noch häufiger nach draußen müssen um sich zu erleichtern. Und bedenken Sie, dass ein Hund durchaus einige Jahre bei Ihnen verbringen wird. Je nach Größe und Rasse können das 10 – 15 Jahre oder sogar mehr sein.

Welche Rasse soll Ihr neuer Mitbewohner haben? Und: Ist die Rasse, die Ihnen vorschwebt, auch die richtige für Sie und Ihre Familie?
Vor der Entscheidung informieren Sie sich unbedingt über die verschiedene Rassen und deren Eigenheiten. Sich für eine bestimmte Rasse zu entscheiden, in dem man lediglich nach dem Aussehen auswählt, oder gar einem „Trend“ folgt, ist kein guter Start.
So werden ein Weimaraner, ein Border Collie oder ein Deutscher Schäferhund in einem Haushalt voller unentschlossener „Couch-Potatoes“ sicherlich unterfordert – und somit sind Probleme vorprogrammiert. Machen Sie sich die Mühe und überlegen Sie sich VOR dem Kauf, was Sie von Ihrem zukünftigen Hund erwarten und auch, was Sie ihm bieten können.
Rasseinformationen sollten Sie sich im Übrigen genauso bei Mischlingshunden einholen!

Wissen Sie, welche Kosten auf Sie zukommen?
So wie jedes Hobby, kostet auch die Haltung eines Hundes Geld. Hier nur einmal ein paar der Kostenfaktoren, die auf Sie zukommen: Futter (was natürlich je nach Größe des Hundes ein sehr variabler Kostenfaktor ist) und  Näpfe, Hundeschule und die Fahrten dorthin, verschiedene Hundebetten, Leinen, Halsband und Geschirr, Kosten für den Tierarzt und/oder Tierheilpraktiker, Medikamente, Fachliteratur, Haftpflichtversicherung und Hundesteuer, Unterbringung in einer Tierpension und so weiter und so fort.

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Gemüse und Obst – „No Go´s“

Für unsere Hunde gibt es bei Gemüse und Obst einige Sorten, die absolute „No Go´s“ sind und solche, die sich nur bedingt zum Verzehr eignen.

Fangen wir beim Gemüse an

Nachtschattengewächse: Dazu gehören Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln. Sie sollten in rohem Zustand nicht an Hunde verfüttert werden, da sie Solanin enthalten. Während Hunde Auberginen und Kartoffeln auf keinen Fall roh bekommen dürfen, wird bei Tomaten und Paprika gelegentlich empfohlen, auf sehr reife Früchte zurück zu greifen und dort die „grünen Stellen“ zu entfernen, da hier der Solanin-Wert besonders hoch ist. Das kann jeder Hundehalter für sich entscheiden, aber grüne Tomaten und grüne Paprika sollten für Hunde ebenfalls komplett tabu sein.

Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen sind nicht für BARF geeignet, sie können schwere Blähungen und Krämpfe auslösen – Finger weg.

Avocados: Sie enthalten das Toxin Persin, das bei Menschen keine negativen Auswirkungen hat, wohl aber bei Haustieren. Auch hier gilt – Finger weg.

Zwiebeln: Anders als Menschen, die Zwiebeln sogar roh essen können, reagieren Hunde auf den Verzehr von Zwiebeln mit Hämolyse. Das heißt, die roten Blutkörperchen werden zerstört. Giftig wirkt bei Hunden bereits der Verzehr von 5 bis 10 g Zwiebeln pro kg Körpergewicht. Am gefährlichsten sind zwar rohe Zwiebeln, aber auch gekochte oder getrocknete Zwiebeln sind für Ihren Hund giftig.

Kohl: Unter Vorbehalt und wenn, dann nur in geringen Mengen geeignet sind die meisten Kohlsorten. Kohlgewächse sind zwar häufig gute Lieferanten von Vitaminen (vor allem Vitamin C) und  Mineralstoffen. Aber: Sie wirken ebenfalls blähend und sollten deshalb nur bedingt roh gefüttert werden, das heißt erstens nur, wenn der Hund sie verträgt, und zweitens nur in kleinen Mengen. Dazu gehören unter anderem Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Rot- und Weißkohl oder Kohlrabi. Ausnahmen bestätigen die Regel: Chinakohl und Brokkoli sind im Allgemeinen weniger blähend und meist gut verfütterbar.

Weitere Tipps im BARF-Ratgeber BARF – Bereit, alles roh zu füttern!? unter:
BARF – Bereit, alles roh zu füttern!?: Ratgeber zur gesunden Ernährung Ihres Hundes

Auch beim Obst gibt es Besonderheiten

Weintrauben und Rosinen: Sie gilt es zu meiden, da bei Hunden nach dem Verzehr schon mehrfach Vergiftungserscheinungen bekannt wurden – es kann zu Nierenschäden kommen und im schlimmsten Fall droht der Tod. Im Allgemeinen wird eine Menge ab 10 bis 11 g Weintrauben oder Rosinen pro Kilogramm Körpergewicht als sehr bedenklich eingestuft.

Unreifes Obst: Das darf nicht verfüttert werden, da erstens in unreifen Früchten Blausäure enthalten ist und es zweitens zu Funktionsstörungen im Verdauungstrakt des Hundes kommen kann. Am besten das Obst, das Sie füttern möchten, absolut reif und süß – besser sogar knapp überreif!

Kerne und Steine: Obstkerne und Obststeine enthalten Blausäure, deshalb sind Kerne und Steine vor dem Füttern des Obstes zwingend zu entfernen.

 

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