Hundesenioren

Hundesenioren – ein Geschenk für jeden Halter

Es ist doch eine gute Nachricht, dass unsere vierbeinigen Freunde durch die bessere Haltung, die gute medizinische Versorgung und nicht zuletzt durch eine artgerechte Ernährung immer älter werden.
Egal, ob Sie nun nach der Faustregel „Menschenalter mal sieben“ das Hundealter errechnen oder bei einem zweijährigen Hund von einem Menschenalter von 25 Jahren ausgehen und die Folgejahre mit je fünf bis sechs Jahren dazu addieren: Bei einem Hund im fortgeschrittenen Alter kommen Sie mit beiden Formeln mehr oder weniger auf ein ähnliches Ergebnis. Abgesehen davon ist Alter relativ und hängt zusätzlich vom Individuum Hund ab, von seiner Rasse und Größe.
Deshalb gelten auch folgende Punkte als Richtwert:
• Kleine Hunde gelten ab einem Alter von zehn Jahren als Senioren,
• mittelgroße und große Hunde ab dem siebten bis neunten Lebensjahr und
• sehr große Hunde bereits ab dem sechsten Lebensjahr.

Senioren auf dem Abstellgleis?

Liana – fotolia.com

Absolut nicht nachvollziehen kann ich, dass einige Halter ihre Hunde ins Tierheim abschieben, nur weil diese ins Alter kommen. Natürlich machen alte Hunde etwas mehr Arbeit, benötigen vermehrt unsere Hilfe und unseren Beistand, besondere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und manches Mal auch ein Mehr an Budget. Aber das alles sollten wir mit Freuden annehmen und unser Bestes geben, unseren vierbeinigen Begleitern einen wunderbaren Lebensabend zu gestalten.

Achtsamkeit

Das heißt zum einen ein besonderes Augenmerk auf kleinere und größere Veränderungen zu haben. Tasten Sie beispielsweise beim Streicheln den gesamten Hundekörper nach Knötchen, Beulen oder Wehwehchen ab. Achten Sie auf veränderte Verhaltensweisen ihres Vierbeiners. Zum Beispiel ob er Schmerzen beim Fressen hat, die auf ein entzündetes Zahnfleisch oder abgebrochene bzw. lockere Zähne hinweisen könnten. Schneiden Sie auch die Krallen des Seniors turnusmäßig, da sich diese durch kürzere Spaziergänge nicht mehr so stark abnutzen.
Achten Sie weiterhin auf eine gesunde Ernährung. Nicht jede/r Hundeoma oder -opa benötigen weniger Futter, um nicht zu stark zuzunehmen. Oft ist auch eine größere Portion vonnöten, da die aufgenommenen Nährstoffe durch einen verlangsamten Stoffwechsel nicht mehr so gut verwertet werden können. In dem Fall darf es ab und zu von den guten Sachen auch mal ein bisschen mehr sein, also ein zusätzliches Ei oder eine etwas größere Portion Muskelfleisch, etwas Hüttenkäse oder Quark.
Lassen Sie Ihre Fellnase zusätzlich regelmäßig von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker begutachten.

Fit und aufgeweckt

Auch wenn die Gassirunden allmählich kürzer und weniger anspruchsvoll werden, ist die kontinuierliche Bewegung ebenso wichtig, wie das regelmäßige Spielen. Bei Letzterem ist es natürlich abhängig von der Fellnase, ob es eher ein Suchspiel sein darf oder ob er nach wie vor mit Freude sein Lieblingsspielzeug apportiert – oder auch beides. Übrigens: Auch alte Hunde lernen gerne neue Tricks.

Anerkennung

Den Dank für unsere Bemühungen bekommen wir von unseren Hundesenioren doppelt und dreifach zurück. Durch Blicke oder hündische Gesten der Zuneigung. Durch ihre Nähe oder dem Vorleben des „leben im Hier und Jetzt“, das unser Fellnasen aus dem FF beherrschen. Oder sei es durch altbekannte oder neue Schrullen, mit denen sie uns zum Schmunzeln und Lachen bringen. Oder…

An dieser Stelle habe ich noch eine wunderbare Buchempfehlung

„Die Weisheit alter Hunde“ von Elli H. Radinger – zum Schmunzeln, zum Weinen, zum Nachdenken und vor allem mit Herz und Seele geschrieben.

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BARF bei dünnen Hunden

Wann ist ein Hund überhaupt untergewichtig?

Sehr dünner Hund_Archiv Iris Dürrschmidt

Bei einem untergewichtigen Hund sind die Rippen leicht zu ertasten und es ist keine Fettschicht tastbar. Es ist eine deutliche Schürzung zu sehen, das heißt, dass Taille und Bauchbereich von oben betrachtet stark eingeengt sind. Rassebedingte Unterschiede müssen hierbei natürlich berücksichtigt werden. So sehen Windhunde vergleichsweise immer „unterernährter“ aus als Bulldoggen mit ihrer eher kompakten Figur – auch wenn beide normalgewichtig sind. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Hund untergewichtig ist, fragen Sie einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker dazu.

Hund wird dünner durch BARF

Ist Ihr ausgewachsener und gesunder Hund zu dünn, ist zunächst zu klären, welche Gründe das haben könnte. Haben Sie beispielsweise einen „Neuzugang“ aus dem Tierschutz, der aufgepäppelt werden will? Oder hat sich eventuell das Betätigungsfeld geändert und Sie betreiben jetzt mit Ihrem Hund regelmäßig Hundesport? Oder wird Ihr Hund durch die Umstellung auf BARF dünner? Bei diesem Punkt gehen wir etwas in die Tiefe.
Manchmal wird ein Hund durch das Barfen dünner, obwohl er mit der üblichen BARF-Menge die zwischen 2 % und 4 % des eigenen Körpergewichtes liegt, gefüttert wird. Das hat meist einen einfachen Grund: Bei der BARF-Ration fehlen diejenigen Bestandteile, die am meisten Energie geben – und das sind die Fette! Fett ist nicht per se „schlecht“ für den Hund, es ist in angemessenem Verhältnis sogar notwendig. Bei einem gesunden und ausgewachsenen Hund sollte der Fettanteil in den Mahlzeiten im Durchschnitte bei mindestens 15 % bis hin zu 25 % liegen. Da die meisten BARF-Hersteller den Fettgehalt auf die Verpackungen drucken, ist das meist gut nachzuvollziehen und bei Bedarf kann Fett zum Beispiel in Form von hochwertigen Fetten und Ölen zugefüttert werden.

cipollimartina – Fotolia.com

Gutes für zu dünne und sehr aktive Hunde

Folgende Lebensmittel sind für zu dünne oder sehr aktive Hunde besonders geeignet:
Tierische => fettreiches Fleisch von Rind (durchwachsen oder mit Fettrand) und Ente. Als Zugabe: Euterfleisch vom Rind, Geflügel- oder Lammfett, Rindertalg
Pflanzliche => Hier sind wir bei den Kohlenhydraten. Am besten eignen sich Getreidesorten ohne Gluten wie z. B. Amaranth, Hirse oder Quinoa.
Zusätze => Lachsöl, hochwertige kaltgepresste Öle wie z. B. Leinöl

Achtung

Verliert Ihr Hund an Gewicht, können natürlich auch andere als die oben genannten Gründe vorliegen, wie beispielsweise ein Parasitenbefall. Dieser kann aber relativ einfach durch eine Kotuntersuchung durch den Tierarzt festgestellt werden. Auch Stress, Stoffwechselstörungen oder andere Faktoren können die Ursache für Gewichtsverlust sein. Sollten Sie diesbezüglich unsicher sein, lassen Sie das bitte medizinisch abklären.

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BARF: Das Einfrieren

Rund um das Einfrieren – eine kleine Zusammenfassung

Zutaten
=> frisch kaufen und sofort verarbeiten

Luft
=> aus den Gefrierbeuteln so gut wie möglich herausstreichen

Besser Gefrierdosen verwenden
=> die schonen die Umwelt

Zum schnellen Einfrieren
=> Gefrierschrank oder -truhe so lange auf Höchstleistung stellen, bis das Gefriergut komplett durchgefroren ist (sozusagen schockgefrostet)

Barbara-Maria Damrau – fotolia.com

Portionen schonend auftauen
=> also am besten im Kühlschrank oder in einem kühlen Raum. Möglich ist aber auch das Auftauen bei Zimmertemperatur. Dazu nehmen Sie die Portionen aus dem Gefrierbeutel oder aus der Gefrierdose und legen sie in eine Glas- oder Porzellanschüssel.

Muss es mit dem Auftauen einmal schneller gehen
=> weil Sie vielleicht vergessen haben, das Fleisch rechtzeitig aus dem Gefrierschrank zu nehmen, können
Sie sich mit der Auftaufunktion Ihrer Mikrowelle behelfen. Oder Sie legen das Fleisch in ein warmes Wasserbad. Diese beiden Methoden sollten natürlich nur in Ausnahmefällen angewandt werden!

In Gefrierbeuteln eingefrorenes Fleisch und Innereien
=> nehmen Sie bitte vor dem Auftauen auf alle Fälle aus dem Beutel. Achten Sie darauf, dass keine Plastikbeutel-Rückstände am Futter bleiben, denn manchmal friert eine Falte des Beutels am beziehungsweise im Gefriergut fest. Dasselbe gilt für die Gemüse- und Obstportionen.

Auch wenn es für uns ekelig erscheinen mag
=> Das Tauwasser von aufgetautem Fleisch, Pansen und so weiter bitte nicht wegschütten. In diesem Wasser tummeln sich wichtige Nährstoffe, die Ihrem Hund nur guttun.

Die BARF-Portionen sollten zum Zeitpunkt der Fütterung auf keinen Fall
=> noch leicht gefroren sein. Zu kaltes oder noch teilweise gefrorenes Fressen ist nicht bekömmlich und kann zu Durchfall, Erbrechen, Magenverstimmungen und bei einem empfindlichen Hundemagen sogar zur Magenschleimhautentzündung führen. Nehmen Sie das Futter rechtzeitig aus dem Gefrierschrank, damit es in Ruhe und vollständig auftauen kann, sodass es zur Fütterungszeit Zimmertemperatur hat.

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Hausmittel

Die Natur bietet viele Möglichkeiten, die Gesundheit unserer Hunde zu unterstützen. Vier der Hausmittelchen stelle ich nachfolgend vor.

Apfel

Dank seines hohen Anteils an Pektin reinigt der Apfel den Darm, da die Pektine Giftstoffe und Schlacken im Darm binden und bei deren Abtransport helfen. Nebenbei bringt er noch jede Menge wertvoller Inhaltsstoffe mit wie Vitamin C, Vitamin B, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und so weiter.

Hat Ihr Vierbeiner Durchfall, reiben Sie einfach einen Apfel und mischen ihn unter das Futter oder geben ihm den geriebenen Apfel als Zwischenmahlzeit.

Auch gegen Mundgeruch kann ein Apfel helfen. Einfach regelmäßig Apfelstückchen zum Kauen geben. Süße Sorten kommen generell bei Hunden gut an.

 

Apfelessig

Dogs – Fotolia.com

Apfelessig ist vielseitig einsetzbar. Er enthält Magnesium, Eisen, Kalium und ist reich an Mineralien. Geben Sie Ihrem Hund täglich einen Spritzer Apfelessig ins Trinkwasser oder ins Futter. So werden Stoffwechsel und Darm unterstützt und das Immunsystem gestärkt

Äußerlich kann er angewendet werden bei kleinen Hautirritationen, Hautausschlägen oder Insektenstichen, indem Sie einfach ein wenig davon auftupfen. Er wirkt schmerzstillend, antiseptisch und vermindert den Juckreiz.

 

Hagebutten

Sie hat viel Vitamin C, das für den Stoffwechsel benötigt wird. Ebenso enthält sie viel Kalzium. Die Hagebutte stärkt das Immunsystem und somit die Abwehrkräfte, unterstützt die Blutbildung, wirkt entschlackend, entzündungshemmend und antibiotisch.

Gegeben werden kann die Hagebutte zum Beispiel als Pulver oder als Mus – einfach unter das Futter mischen.

 

Ringelblume

Auch geläufig unter Calendula (Wissenschaftlicher Name: Calendula officinalis) gilt die Ringelblume als eine wichtige Heilpflanze zu Wundheilung. Sie ist bekannt für ihre heilungsfördernden Eigenschaften. Sie wirkt unter anderem entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antibakteriell und schmerzstillend und ihre Einsatzgebiete sind vielfältig.

So wird die Ringelblume nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich angewandt. Ein aus frischen oder getrockneten Blüten zubereiteten Tee können Sie zur Wundspülung einsetzen oder innerlich als Unterstützung des Magen-Darm-Traktes. Eine Wundspülung setzen Sie an, indem Sie ca. zwei Teelöffel Blüten mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Ebenfalls gut mit Calendula zu behandeln sind ältere, nicht heilen wollende Wunden, entzündete oder eiternde Wunden, Riss- oder Schürfwunden oder offene Liegeschwielen.

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Schmerzmittel Humanmedizin tabu für Hunde

Zum Glück ist den meisten Hundebesitzern klar, dass handelsübliche Schmerzmittel für die Humanmedizin aus der Apotheke NICHTS für Vierbeiner sind. Uns Zweibeinern können rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin, Paracetamol und Diclofenac bei Schmerzen Linderung bringen. Nicht so bei den Vierbeinern!

Dogs – Fotolia.com

Keine Selbstmedikation
Die Eigenbehandlung eines Vierbeiners (Selbstmedikation) mit den erwähnten Schmerzmitteln ist ganz und gar tabu – sie sind absolut gefährlich für Hunde! Leider kommt es dennoch immer wieder zu Vergiftungsfällen durch Ibuprofen und Co bei Hunden, da deren Halter ihnen bei Schmerzen einfach 1:1 die Schmerzmittel für Menschen verabreichen und bringen ihre Hunde damit in Lebensgefahr.

Schmerzmittel
Was die einzelnen Schmerzmittel bei einem Hund auslösen, habe ich hier kurz zusammengefasst.

Was für alle zugleich gilt:

  • Bereits geringe Dosen rufen schwere Vergiftungen hervor.
  • Sie tauchen nicht immer unter den Begriffen Ibuprofen, Aspirin, Paracetamol und Diclofenac auf. Deshalb immer darauf achten, welcher Wirkstoff auf den Verpackungen angegeben ist.

Aspirin: Schädigt schon bei geringen Mengen die Schleimhaut, ist bei Vierbeinern alles andere als schmerzlindernd, es kommt zu Magen- und Darmblutungen und führt bei Hunden zum Tode.

Diclofenac: Auch hier benötigt es nur eine kleine Menge, so dass Nieren und Leber massiv geschädigt werden oder der Hund stirbt und ist in der Tiermedizin gar nicht mehr zugelassen.

Ibuprofen: Schädigt ebenfalls bereits bei geringen Mengen die Schleimhaut, es kommt zu Blutungen im Magen- und Darmbereich, die Nieren werden stark geschädigt und führt bei Hunden zum Tode.

Paracetamol: Auch hier benötigt es nur eine kleine Menge, so dass die Leber stark geschädigt wird, auch Magen und Darm werden in Mitleidenschaft gezogen oder der Hund stirbt.

Bei Schmerzen zum Tierarzt
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Vierbeiner Schmerzen hat, dann besuchen Sie den Tierarzt. Er wird Ihren Hund eingehend untersuchen und Ihnen, je nach Diagnose, die passenden Schmerzmittel mit der entsprechenden Empfehlung zur Eingabe mitgeben.

Tablettenklau
Hat Ihr Vierbeiner sich Ihre Tablettenschachtel gemopst und sie angekaut, ist schnelles Handeln angesagt. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. Hantieren Sie bitte nicht erst mit irgendwelchen „Hausmittelchen“. Rufen Sie Ihren Tierarzt an und geben Bescheid, dass Sie auf dem Weg sind und vor allem, weshalb.
Denn hat ein Hund Schmerzmittel gefressen, ist das ein Notfall. Wenn möglich, stellen Sie fest, wieviel des Schmerzmittels Ihr Hund erwischt hat und nehmen Sie die Schachtel am besten mit zu Ihrem Tierarzt. Wird die Vergiftung rechtzeitig erkannt und vom Tierarzt behandelt, kann eine Entgiftung durch gezieltes Erbrechen durchgeführt werden und weiterführend behandelt, z.B. mit Infusionen).
Am besten ist es deshalb, Sie sperren alle Medikamente, nicht nur die hier erwähnten Schmerzmittel, absolut sicher weg, so dass Ihr Hund sie nicht erreichen kann.

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Fellwechsel

Normaler Fellwechsel oder krankhafter Haarausfall?

jagodka – Fotolia.com

Dass unsere Hunde zweimal im Jahr, während ihres Fellwechsels, ordentlich Haare verlieren, ist normal. Da finden wir ihre Haare verstärkt überall in der Wohnung, im Auto, auf den Klamotten. Natürlich gibt es bei den verschiedenen Rassen unterschiedlich ausgeprägte Fellwechsel. So haben Hunde mit Unterwolle einen stärkeren Haarwechsel, wie kurzhaarige Vertreter. Auch Rassen ohne Haarwechsel gibt es, hierzu gehört beispielsweise der Pudel. Ältere Hunde haaren oft stärker als junge Hunde und kastrierte wiederum mehr als unkastrierte.
Aber wann ist der Haarverlust noch normal und ab wann könnte er krankhaft sein?
Haarverlust das ganze Jahr über
Da unsere Hunde meist zusammen mit uns im Haus oder der Wohnung leben, hat sich auch ihr Fellwechsel geändert, der von den jahreszeitlichen Veränderungen, von Licht und Temperatur beeinflusst wird. Wenn also im Herbst die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, also das Lichteinfluss weniger, bemerkt der Körper unserer Indoor-Vierbeiner das kaum noch. So kommt es vor, dass Hunde das ganze Jahr über haaren, ohne dass das ein Grund zur Besorgnis ist, wenn Ihr Hund ansonsten gesund und munter ist. Helfen sie ihm mit regelmäßiger Fellpflege. Das tut Ihrem Hund nicht nur gut, sondern stärkt zusätzlich die emotionale Bindung zwischen Ihnen und Ihrer Fellnase.

Krankhafter Haarausfall

Während der Fellpflege können Sie das Fell und die Haut Ihres Vierbeiners gut beobachten. Ist das Fell struppig oder glanzlos? Ist die Haut schuppig, gerötet, gibt es kahle Stellen oder verliert er die Haare büschelweise? Hat er Ekzeme oder kratzt sich ständig? Werden Sie auf eines der genannten Symptome aufmerksam, suchen Sie bitte einen Tierarzt auf, der Ihren Hund eingehend untersucht. Denn Haarausfall kann verschiedenste Ursachen haben.
Allen voran sind Allergien sehr häufig die Ursache von Haarausfall bei Hunden. Allen voran sind hier diverse Futtermittelallergien in Betracht zu ziehen, die aber durch eine Futterumstellung in den Griff zu bekommen sind.
Ebenso kann der Haarverlust von einem Befall von außen, beispielsweise durch Milben oder Flöhen, verursacht sein oder durch Parasiten, die sich in Ihrem Hund angesiedelt haben. Auch ein Hautpilz die Ursache sein.
Häufig können auch Störungen im Stoffwechsel- oder im Hormonhaushalt Haarausfall verursachen, die auf eine Erkrankung eines inneren Organs (wie zum Beispiel der Schilddrüse) hinweisen.
Nicht zuletzt können Hunde auch auf Stresssituationen mit höherem Haarausfall reagieren.

Unterstützen

Sie können Ihren Hund während des normalen Fellwechsels mit der bereits erwähnten, regelmäßigen Fellpflege unterstützen. Ebenfalls hilfreich ist eine Ernährung mit viel Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren und das Nachwachsen des Haares kann mit einer Biotin-Kur gefördert werden.

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Hund bricht am Morgen

Während bei uns Menschen bereits das Klappern von Besteck oder der köstliche Duft eines Gerichtes dazu führen, dass sich verstärkt Magensaft und somit auch Magensäure bildet, wird bei Hunden die Magensäure normalerweise erst zusammen mit Nahrung produziert. Die Magensäure eines Hundes unterscheidet sich deutlich von der eines Menschen, denn sie enthält wesentlich mehr Salzsäure als die menschliche Magensäure, die Mikroorganismen abtöten und die Nahrung zersetzen soll. Der pH-Wert im Magen eines Hundes liegt mit bis zu < 2 im sauren Bereich – zur Orientierung: Ein pH-Wert von 7 ist „neutral“.

DoraZett – Fotolia.com

Erbricht ein Hund am Morgen Galle (gelblich-weißer Schleim), kann das daran liegen, dass die Zeitspanne zwischen der Fütterung der Abend- zur Morgenration zu lang ist und die Salzsäure zu früh produziert wird. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Sie am Wochenende den Tag später beginnen lassen und sich somit auch Hundis Gassigeh- und damit die Fütterungszeiten etwas nach hinten verschieben. Hat Ihr Verbeiner einen empfindlichen Magen oder ist futtersensibel, kann er darauf mit Übelkeit und Erbrechen reagieren.

Abhilfe kann ein kleiner Imbiss zwischendurch schaffen oder Sie geben Ihrem Hund die Abendration in dem Fall etwas später, so dass die Zeitspanne bis zu seinem Frühstück nicht zu lange ist.

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Körpersprache Hund

Die verschiedenen Ausdrucksweisen eines Hundes richtig deuten zu können, hilft in vielen Situationen enorm weiter. Egal, ob beim Aufeinandertreffen von mehreren Artgenossen oder beim Verhalten des eigenen Hundes Ihnen oder Fremden gegenüber.

Covergestaltung: Iris Dürrschmidt

Jeder Hund bekommt die Ansätze der „hündischen“ Kommunikation sozusagen mit auf den Weg gegeben. Und diese Regeln der Hundesprache bleiben bei allen Hunden gleich, egal ob sie aus Deutschland, Spanien, Italien oder aus irgendeinem anderen Land stammen, ob sie nun auf dem Land oder in der Stadt leben.

Das Ausdrucksverhalten bei Hunden geht vor allem über optische Signale. Die wichtigsten Signale werden gegeben über:

  • die Rute
  • die Ohrenstellung
  • den Nasenrücken und den Lefzen
  • die Körperhaltung, die Körpersprache und das Fell
  • den Blick

 

Neben den optischen Signalen gehören zur „hündischen“ Kommunikation noch akustische (Tonfall und Lautgebung), olfaktorische (Kommunikation über den Geruch) und taktile Bestandteile (Berührungen).

Aber: Durch überlange Lefzen, extrem kurze Nasenrücken, ein zu kurzes Fell oder ein äußerst langes Fell, das die Augen verdeckt – ob nun angeboren oder durch (übertriebene) züchterische Veränderungen – wird das Deuten der Hundemimik erschwert. Und das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Artgenossen untereinander.

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Xylit – nichts für Hunde

Süßstoff Xylit

Xylit, auch Xylitol, ist ein künstlicher, für Menschen völlig ungefährlicher Süßstoff. Bei Hunden allerdings ist Vorsicht geboten, denn er kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen.
Xylitol, auch unter dem Begriff „Birkenzucker“ bekannt und wird aus den Fasern der Birkenrinde, aber auch aus anderen Holzrinden, faserreichen Gemüsen oder Obst gewonnen. In Lebensmitteln wird dieser Zusatzstoff als E967 angegeben.
Da Xylitol wesentlich weniger Kalorien als Haushaltszucker hat und den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, wird es bei uns immer häufiger zum Süßen verwendet.

Wo findet man Xylitol?

Xylitol befindet sich beispielsweise in zuckerfreien Kaugummis, Schokolade, Bonbons oder Diätprodukten und in Produkten, die für Diabetiker geeignet sind.
Aber auch Xylit als Streu- oder Tafelsüße Backen oder Süßen eigener Kreationen gibt es mittlerweile überall zu kaufen.
Verantwortungsbewusste Hersteller warnen auf den Verpackungen vor einem Verfüttern dieser Produkte (oder der Streusüße) an Hunde – achten Sie darauf!

Warum ist Xylit nichts für Hunde?

Bei Hunden kann Xylit die Ausschüttung von Insulin ins Blut steigern und das führt zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels – je nach gefressener Menge kann es zu einem hypoglykämischen Schock führen (akuter Blutzuckermangel). Es kann auch zu einem akuten Leberversagen kommen.
Da die Mengen an Xylitol in den verschiedenen Produkten sehr unterschiedlich sind, können absoluten Grenzwerte angegeben werden. Und es kommt auf die Statur, Alter und Gewicht des jeweiligen Hundes an, wie und ob er die gefressene Menge verarbeiten kann.

Symptome einer Xylit-Vergiftung

In erster Linie sind die Symptome einer Vergiftung durch Xylitol beim Hund:
• Apathie
• Erbrechen
• Schwäche
• gesteigerte Herzfrequenz
• Koordinationsprobleme
• Kreislaufkollaps
Erwischen Sie Ihren Hund beim Naschen eines xylitolhaltigen Nahrungsmittels oder haben Sie den Verdacht, dass der Vierbeiner solche Produkte gefressen hat, bringen Sie ihren Hund unbedingt sofort zur Behandlung zum Tierarzt!

Auf Nummer sicher gehen ist hier ganz klar die beste Variante. Verzichten Sie also gänzlich darauf, dem Hund etwas von Ihren Süßigkeiten abzugeben und vermeiden und ein „Klauen“ dieser Produkte durch den Hund.

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Wintermäntelchen

Archiv Iris Dürrschmidt

Hundemantel – ja oder nein?
Ist ein Hund gesund und fit ist für Spaziergänge meist kein Mantel erforderlich. Auch bei Minusgraden können Sie mit ihm raus, ohne dass Sie ihm etwas überwerfen müssen. Bleiben Sie einfach immer in Bewegung, dann kühlt Ihr Vierbeiner nicht aus.
Ist ein Hund aber schon etwas älter und bewegt sich nicht mehr so viel oder er ist krank (hat z.B. eine Organerkrankung), dann ist eine leichte Hundedecke oder ein Hundemantel sogar zu empfehlen. Das gilt auch für Vertreter von Hunderassen mit kurzem Fell und ohne Unterwolle.
Wichtig ist, dass das Material des Mantels leicht, hautverträglich und atmungsaktiv ist. Somit sind Materialien wie Baumwolle oder Wolle nicht geeignet!

Wie finde ich die richtige Größe?
Ebenso wichtig wie das geeignete Material ist es, die passende Größe zu finden. Ein Mantel muss gut sitzen und für den Hund bequem sein. Er darf nicht zu locker sein, aber auch nicht scheuern oder ein Körperteil einschnüren. Messen Sie die Länge des Rückens entlang der Wirbelsäule (vom Halsband bis zum Ansatz der Rute) und den Brustumfang Ihres Hundes, ggfs. auch den Umfang des Halses. Lassen Sie sich mit diesen Größenangaben am besten noch in einem Fachgeschäft beraten, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Möchten Sie einen Mantel online bestellen, sollte vom Händler zumindest das Maß der „Rückenlänge“ angegeben sein, damit Sie die entsprechend passende Größe bestellen können. Ist die geeignete Größe nicht dabei, entscheiden Sie sich besser für den nächstgrößeren Hundemantel, als für die kleinere Variante.

 

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