Gemüse und Obst – „No Go´s“

Für unsere Hunde gibt es bei Gemüse und Obst einige Sorten, die absolute „No Go´s“ sind und solche, die sich nur bedingt zum Verzehr eignen.

Fangen wir beim Gemüse an

Nachtschattengewächse: Dazu gehören Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln. Sie sollten in rohem Zustand nicht an Hunde verfüttert werden, da sie Solanin enthalten. Während Hunde Auberginen und Kartoffeln auf keinen Fall roh bekommen dürfen, wird bei Tomaten und Paprika gelegentlich empfohlen, auf sehr reife Früchte zurück zu greifen und dort die „grünen Stellen“ zu entfernen, da hier der Solanin-Wert besonders hoch ist. Das kann jeder Hundehalter für sich entscheiden, aber grüne Tomaten und grüne Paprika sollten für Hunde ebenfalls komplett tabu sein.

Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen sind nicht für BARF geeignet, sie können schwere Blähungen und Krämpfe auslösen – Finger weg.

Avocados: Sie enthalten das Toxin Persin, das bei Menschen keine negativen Auswirkungen hat, wohl aber bei Haustieren. Auch hier gilt – Finger weg.

Zwiebeln: Anders als Menschen, die Zwiebeln sogar roh essen können, reagieren Hunde auf den Verzehr von Zwiebeln mit Hämolyse. Das heißt, die roten Blutkörperchen werden zerstört. Giftig wirkt bei Hunden bereits der Verzehr von 5 bis 10 g Zwiebeln pro kg Körpergewicht. Am gefährlichsten sind zwar rohe Zwiebeln, aber auch gekochte oder getrocknete Zwiebeln sind für Ihren Hund giftig.

Kohl: Unter Vorbehalt und wenn, dann nur in geringen Mengen geeignet sind die meisten Kohlsorten. Kohlgewächse sind zwar häufig gute Lieferanten von Vitaminen (vor allem Vitamin C) und  Mineralstoffen. Aber: Sie wirken ebenfalls blähend und sollten deshalb nur bedingt roh gefüttert werden, das heißt erstens nur, wenn der Hund sie verträgt, und zweitens nur in kleinen Mengen. Dazu gehören unter anderem Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Rot- und Weißkohl oder Kohlrabi. Ausnahmen bestätigen die Regel: Chinakohl und Brokkoli sind im Allgemeinen weniger blähend und meist gut verfütterbar.

Weitere Tipps im BARF-Ratgeber BARF – Bereit, alles roh zu füttern!? unter:
BARF – Bereit, alles roh zu füttern!?: Ratgeber zur gesunden Ernährung Ihres Hundes

Auch beim Obst gibt es Besonderheiten

Weintrauben und Rosinen: Sie gilt es zu meiden, da bei Hunden nach dem Verzehr schon mehrfach Vergiftungserscheinungen bekannt wurden – es kann zu Nierenschäden kommen und im schlimmsten Fall droht der Tod. Im Allgemeinen wird eine Menge ab 10 bis 11 g Weintrauben oder Rosinen pro Kilogramm Körpergewicht als sehr bedenklich eingestuft.

Unreifes Obst: Das darf nicht verfüttert werden, da erstens in unreifen Früchten Blausäure enthalten ist und es zweitens zu Funktionsstörungen im Verdauungstrakt des Hundes kommen kann. Am besten das Obst, das Sie füttern möchten, absolut reif und süß – besser sogar knapp überreif!

Kerne und Steine: Obstkerne und Obststeine enthalten Blausäure, deshalb sind Kerne und Steine vor dem Füttern des Obstes zwingend zu entfernen.

 

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