Hunde Ernährung

Es gibt sehr viele Möglichkeiten der Hunde Ernährung: Trockenfutter, Nassfutter, Barf usw. Um herauszufinden, welche Art der Fütterung genau für Ihren Hund die Richtige ist, müssen Sie sich mit diesem Thema befassen und Informationen sammeln.

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Hunde Ernährung

Was ist bei Hundefutter zu beachten? Was braucht ein Hund?

Fragen Sie zehn Hundehalter, welche Ernährung und welches Hundefutter die bzw. das „richtige“ für Ihren Hund ist – und Sie bekommen 15 Meinungen. Hier scheiden sich die Geister fast genauso, wie bei der „richtigen“ Hundeerziehung. Lassen Sie sich nicht entmutigen und vor allem nicht beeinflussen. Nur, weil der Hund von Frau X schon sein Leben lang Trockenfutter bekommt oder der Hund von Herrn Y immer bekocht wird, heißt das noch lange nicht, dass dies auch für Ihren Hund gelten muss. Sie kennen Ihren Vierbeiner am besten. Sie sehen, wie er auf das eine oder andere Futter reagiert, ob er es gut verträgt oder nicht. Und nur Sie wissen, wie viel Zeit Sie für die eventuelle Zubereitung von Futter haben und wie viel Geld Sie für Hundefutter ausgeben möchten. Aber: Es ist für jeden Geldbeutel möglich, den Hund gut zu ernähren.

Fertigfutter – Die Menge
Jeder Hund ist anders. Und so unterschiedlich unsere Vierbeiner sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse – auch in punkto Hunde Ernährung. Je nachdem, wie alt und aktiv (oder weniger aktiv) Ihr Hund ist, wie sein Stoffwechsel funktioniert, welcher Rasse er angehört, wie groß und schwer er ist, hängt sein Energieverbrauch ab. Generell sollten Sie die angebotenen Hundefutter unbedingt vergleichen, das gilt für Trocken- wie auch für Nassfutter. Auf den Dosen und Verpackungen stehen meist Fütterungsempfehlungen, welche grob die Mengen vorschlagen, die pro Tag verfüttert werden sollen. Vergleichen Sie diese vorgeschlagenen Mengenangaben der verschiedenen Hersteller – sie sind nämlich von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Die Mengenangaben können nicht 1:1 und grundsätzlich für jeden Hund übernommen werden, da jeder Hund einen anderen Grundumsatz hat. Diese Mengenangaben sind Richtwerte. Beobachten sie Ihren Hund. Ist er eher ein ruhiger Zeitgenosse und döst die meiste Zeit des Tages vor sich hin? Dann ist die empfohlene Menge sehr wahrscheinlich zu reichlich für ihn. Oder rennt er viel durch die Gegend, ist nervös und „hibbelt“ gerne herum? Dann benötigt er wahrscheinlich mehr als auf der Verpackung angegeben.

Wie erkennen Sie, ob Ihr Hund optimal ernährt ist?
Ein Hund ist dann optimal ernährt, wenn

  • die Verdauung problemlos funktioniert
  • das Fell glänzend ist
  • die Haut kaum schuppt
  • die Krallen ohne Mängel sind
  • er bei normaler Aktivität vital und fit ist
  • die Rippen leicht tastbar sind, d. h. ohne wesentliche Fettschicht darüber, und die Taille hinter den Rippen als Verschmälerung erkennbar ist

Hundefutter, Fertigfutter – Die Preise
Was ist teuer – was nicht? Auch hier sollten Sie vergleichen und nicht nur nach dem Preis einer Verpackungseinheit gehen.

Ein einfaches Beispiel:
Sagen wir, auf dem Produkt A, bei dem eine 800g Dose 2,- Euro kostet, wird ein Tagesbedarf von ca. 1500g pro Tag für einen 30 kg schweren Hund angegeben.
Bei Produkt B kostet eine 800g Dose 3,50 Euro, aber der Tagesbedarf wird hier mit ca. 800g pro Tag für einen 30 kg schweren Hund angegeben.
Somit ist auf den ersten Blick natürlich das Produkt A günstiger. Aber wenn Sie nach der Herstellerangabe der benötigten Menge gehen (hier 1500g anstatt 800g pro Tag) relativiert sich der günstigere Preis. Bei Produkt A kostet das Futter pro Tag dann nämlich 3,75 €, bei Produkt B sind wir bei 3,50 € pro Tag.

Diese unterschiedlichen Mengenangaben auf den Dosen und Verpackungen sind darauf zurückzuführen, dass jeder Hersteller sein angebotenes Hundefutter anders zusammenstellt und somit die Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzungen sehr unterschiedlich gewichtet sind.

Was braucht ein Hund?
Ein Hund benötigt Eiweiß (Proteine), Fett und Kohlenhydrate. Ebenso wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe. Alle diese Inhaltsstoffe sind im Fertigfutter enthalten und aufeinander abgestimmt. Aber, wie oben erwähnt, ist dies bei jedem Futter anders.
Eiweiß ist auch nicht gleich Eiweiß. Eiweiß kann tierischen aber auch pflanzlichen Ursprungs sein und es gibt hochwertiges Eiweiß und weniger hochwertiges Eiweiß. Welchen Ursprungs die im Futter verwendeten Proteine sind, kann man aber meist nicht auf der Verpackungsaufschrift erkennen. Eiweiße sind unter anderem wichtig für die Erhaltung der Körpersubstanz und für die Neubildung von Körpergewebe.
Fette bekommt der Hund durch den Anteil an Fleisch im Futter oder über Pflanzenöle, die zugesetzt werden. Fett braucht er für seine Energie und um fettlösliche Vitamine zu transportieren.
Kohlehydrate bekommt der Vierbeiner aus den pflanzlichen Bestandteilen des Futters: aus Weizen- und Haferflocken oder Reis. Da immer mehr Hunde allergisch auf bestimmte Getreidesorten (z. B. Weizen) reagieren, werden immer häufiger Hirse oder Amaranth zugesetzt. Kohlehydrate sind „Sattmacher“ und sie regen die Darmtätigkeit an.
Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für Stoffwechselaktivitäten. Sie schützen vor Infektionen, helfen beim Knochenaufbau, unterstützen die Blutbildung und vieles mehr. Es ist wichtig, dass der Kalziumbedarf des Hundes gedeckt ist, so benötigt ein erwachsener, normal ausgelasteter Hund täglich ca. 50-90 mg Kalzium/kg Körpergewicht. Nach wie vor umstritten ist das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor. Neue Erkenntnisse besagen, dass ein Verhältnis von 1,2 : 1 oder 1 : 1 durchaus ausreichend ist. Dies gilt für normal aktive, erwachsende Hunde, nicht z. B. für säugende Hündinnen. Manche Hersteller geben das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor (Ca : P) auf den Verpackungen an.

Mit dem Wissen über Hunde Ernährung im Hintergrund beobachten Sie Ihren Hund und so werden Sie bald merken, welches Futter Ihrem Hund gut tut und welches er obendrein auch noch gerne frisst. Finden Sie heraus, welches der am Markt angebotenen Trocken- oder Nassfutter das Passende für Ihren Hund ist oder ob Sie für ihn kochen sollten oder ob Sie mit Biologisch Artgerechtem Rohem Futter, also „Barf“, bei ihm richtig liegen. Mehr zu dem Thema Barf finden Sie in meinem Ratgeber „BARF – Bereit, alles roh zu füttern!?“

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