Was ist Giardiose?

Bekommt ein Hund Durchfall, begleitet von Blähungen, denkt man im ersten Moment z. B. an eine Futtermittelunverträglichkeit.

Hält sich der Durchfall allerdings hartnäckig und ist dieser sogar teilweise blutig, oder es kommt noch Erbrechen hinzu, wird Ihr Tierarzt Kotproben Ihres Hundes auch auf Giardien hin untersuchen. Hat sich ein Hund mit Giardien infiziert, spricht man von einer Giardiose.

Giardien sind einzellige Parasiten, die im Dünndarm verschiedener Tierarten leben. Im ausgeschiedenen Kot infizierter Tiere sind Eizellen, die wochen- bis monatelang infektiös sind. Die Ansteckung erfolgt somit über den Kot infizierter Tiere oder über verunreinigte Pfützen und stehende Gewässer.
Anfällig für Giardiose sind vor allem Welpen und Junghunde, aber auch erwachsene Hunde mit einem geschwächten Immunsystem.

Wie bereits kurz erwähnt, stellt man den Befall anhand der Überprüfung von Kotproben fest. Da die Giardien aber nicht immer „aktiv“ sind, sind manchmal mehrere verschiedene Kotproben nötig, um die Diagnose sicherstellen zu können.

Wurde bei einem Hund Giardiose festgestellt, so bekommt er entsprechende Medikamente verschrieben, die über einen bestimmten Zeitraum gegeben werden müssen. Genauso wichtig sind auch Hygienemaßnahmen. Sie sollten
•    die Hundedecken regelmäßig so heiß wie möglich waschen (die im Auto nicht vergessen)
•    das Hundebett desinfizieren
•    Decken und Kissen heiß waschen
•    Umgebung gründlich reinigen (Böden und evtl. Wände)
•    Spielzeug reinigen (mit kochendem Wasser)
•    Futter- und Wassernäpfe regelmäßig mit kochendem Wasser reinigen und gut abtrocknen
•    den Kot des Hundes einsammeln, so dass sich nicht andere Hunde anstecken können (oder auch ihr eigener erneut anstecken kann).

Darf Ihr Hund auch aufs Sofa, denken Sie bitte daran, es ebenfalls zu desinfizieren.
Haben Sie mehrere Hunde (oder Katzen – diese können ebenfalls Giardien bekommen), müssen diese Tiere ebenfalls gleichzeitig mitbehandelt werden.

Achtung: Giardiose kann auch vom Hund auf den Menschen übertragen werden, besonders anfällig sind kleine Kinder.

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