Allergien bei Hunden – Teil 1

Als Allergie wird im Allgemeinen eine Überreaktion des Immunsystems auf harmlose Stoffe bezeichnet. Diese Stoffe sind für den Körper nicht schädlich und lösen im Normalfall keine derartige Reaktion aus. Bei Allergikern jedoch reagiert das Immunsystem auf diese Stoffe (Allergene) so, als wären sie Krankheitserreger und das wiederum heißt, es werden Antikörper und Immunzellen gebildet. Kommt der Körper dann erneut mit der gleichen Materie in Berührung, entscheidet er, ob und vor allem wie er darauf reagiert.

Allergien kommen bei Hunden häufig vor – Tendenz steigend. Die Neigung zu Allergien ist erblich, oftmals hatten sogar beide Elternteile Probleme mit Allergien. Eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe wird erst im Laufe der Zeit entwickelt. Neben einem anders funktionierenden Immunsystem haben Hunde, die allergisch reagieren, eine anders strukturierte Hautoberfläche als gesunde Hunde. Die Hautplättchen liegen nicht übereinander, sondern sind etwas durcheinander, so dass kleine Lücken in der Hautbarriere entstehen.

Carola Schubbel – Fotolia.com

Allergieauslöser können unter anderem Parasiten sein, wie z. B. eine Allergie auf Flohspeichel, Hausstaubmilbenkot, Gräser oder Pollen, Futtermittel und -zusätze, Kontakte der Haut zu bestimmte Stoffen (sogenannte „Kontaktallergien“), Medikamente usw. Allergien sind in den seltensten Fällen völlig heilbar, aber der Gesundheitszustand des Hundes kann fast immer deutlich verbessert werden.

Ein sehr empfehlenswertes Buch zu dem Thema Allergien ist das Buch Allergien beim Hund: Natürlich behandeln und vorbeugen, Auslöser erkennen und vermeiden von Dr. med. vet. Vera Biber

Allgemeine Symptome einer Allergie können unter anderem sein

  • Juckreiz (typische Stellen beim Hund: Ohren, Pfoten, Bauch, Augen, Achseln, Leiste, Po)
  • entzündete und gerötete Haut
  • Durchfall und Blähungen
  • gerötete und entzündete Augen
  • evtl. Husten und Niesen

Da diese genannten Symptome auch Symptome schwerwiegender Erkrankungen sein können, ist für eine korrekte Diagnose in jedem Fall ein Tierarzt aufzusuchen.

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