Unterkühlung beim Hund

Martina Kollig – Fotolia.com

Mit einer Unterkühlung ist nicht zu spaßen!
Bei einer Unterkühlung ist der Hundekörper nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur selbst zu regeln. Kühlt der Körper aufgrund niedriger Außentemperaturen, nasser Körperoberfläche und oder hohen Windgeschwindigkeiten aus, werden Beine, Nase, Ohren, Schwanzspitze, aber auch Magen- und Darmschleimhäute nicht mehr richtig durchblutet.

Der Körper fährt seine Funktionen auf ein Minimum herunter, Sauerstoffmangel tritt ein. Ein Hund kann eine Unterkühlung bekommen, wenn er z. B. weggelaufen ist und längere Zeit kein Futter und keine schützenden Zufluchtsort hat, bei einem Kreislaufversagen (durch einen Schock bei einem Unfall) oder wenn er zu kaltes Wasser zu sich genommen hat (unter 5°C).

Die Symptome einer Unterkühlung sind erweiterte oder starre Pupillen, ein schwacher Puls und eine flache Atmung und allen voran starkes Zittern.
Aber Achtung: Bei einer starken Unterkühlung hört das Zittern sogar auf – hier ist der soforige Gang zum Tierarzt ein Muss!

Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie leisten können sind:

  • Bringen Sie den Hund an einen warmen Ort
  • Wickeln Sie ihn in Decken ein, legen Sie evtl. eine Wärmflasche mit unter die Decke(n) –  nicht direkt auf das Tier, sonst können Sie ihm Verbrennungen zufügen
  • Vermeiden Sie unbedingt ein zu schnelles Aufwärmen eines stark unterkühlten Vierbeiners mit einem Heizkissen etc. – Lebensgefahr!
  • Sofort zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik sollten Sie, wenn die Körpertemperatur auf unter 36° Celcius sinkt oder (wie oben schon erwähnt) das Zittern aufhört! Notfall!

Weitere Informationen bei Hunde-Notfällen verschiedener Art gibt es auf der DVD:
Notfall! Erste Hilfe für meinen Hund, 1 DVD

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