Unterkühlung beim Hund

Mit einer Unterkühlung ist nicht zu spaßen!
Bei einer Unterkühlung ist der Hundekörper nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur selbst zu regeln. Kühlt der Körper aufgrund niedriger Außentemperaturen, nasser Körperoberfläche und oder hohen Windgeschwindigkeiten aus, werden Beine, Nase, Ohren, Schwanzspitze, aber auch Magen- und Darmschleimhäute nicht mehr richtig durchblutet.

Der Körper fährt seine Funktionen auf ein Minimum herunter, Sauerstoffmangel tritt ein. Ein Hund kann eine Unterkühlung bekommen, wenn er z. B. weggelaufen ist und längere Zeit kein Futter und keine schützenden Zufluchtsort hat, bei einem Kreislaufversagen (durch einen Schock bei einem Unfall) oder wenn er zu kaltes Wasser zu sich genommen hat (unter 5°C).

Die Symptome einer Unterkühlung sind erweiterte oder starre Pupillen, ein schwacher Puls und eine flache Atmung und allen voran starkes Zittern.
Aber Achtung: Bei einer starken Unterkühlung hört das Zittern sogar auf – hier ist der soforige Gang zum Tierarzt ein Muss!

Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie leisten können sind:

  • Bringen Sie den Hund an einen warmen Ort
  • Wickeln Sie ihn in Decken ein, legen Sie evtl. eine Wärmflasche mit unter die Decke(n) –  nicht direkt auf das Tier, sonst können Sie ihm Verbrennungen zufügen
  • Vermeiden Sie unbedingt ein zu schnelles Aufwärmen eines stark unterkühlten Vierbeiners mit einem Heizkissen etc. – Lebensgefahr!
  • Sofort zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik sollten Sie, wenn die Körpertemperatur auf unter 36° Celcius sinkt oder (wie oben schon erwähnt) das Zittern aufhört! Notfall!

Weitere Informationen bei Hunde-Notfällen verschiedener Art gibt es auf der DVD:
Notfall! Erste Hilfe für meinen Hund, 1 DVD

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2 Kommentare zu “Unterkühlung beim Hund
  1. Willert, Erika sagt:

    Ich finde diese Seite sehr interessant und informativ. Wir haben eine 15 Jahre alte 40 cm große, 18 kg schwere Mischlingshündin mit Niereninsuffizienz. Da sie vor 1 1/2 Jahren nicht mehr fraß und zusehends abmagerte, koche ich seitdem auf Anraten unserer Tierärztin selber.Geflügel,Rindfleisch,Nudeln,Reis, Möhren,Zucchini,Apfel,Rote Bete in abwechselnden Kombinationen.Seitdem frißt sie immer ihren Napf leer und ist für ihr Alter topfit. Was kann ich ihr sonst noch Gutes tun ?? Darf sie statt Fleisch auch mal Fisch fressen?
    Ich bitte um Tipps.LG Erika W.

    • Iris sagt:

      Hallo Erika,

      herzlichen Dank für Ihre Nachricht.
      Da Sie bereits mit Ihrer Tierärztin darüber gesprochen haben, wissen Sie sicherlich, das bei Nierenschäden generell geraten wird, auf einen niedrigen Phosphor- und Salzgehalt in den Lebensmitteln zu achten und darauf, dass der Hund genügend trinkt. Ebenfalls sollte Getreide gemieden werden, da es viel Phosphor enthält und weil das pflanzliche Eiweiß nur schlecht von Hunden verdaut werden kann.
      Somit machen Sie schon vieles richtig. Arm an Phosphor sind beispielsweise noch Blättermagen und Pansen oder auch fette Fleischsorten und fette Fische – also darf ab und zu auch mal ein Fisch in den Napf Ihrer Hündin gelangen. Reis beispielsweise enthält viel Phosphor. Steigen Sie vielleicht besser auf die Gabe von gekochten Kartoffeln um. Möhren eigenen sich hervorragend und dürfen gerne in hohem Anteil gegeben werden.
      Lassen Sie Ihre Maus weiterhin regelmäßig von Ihrer Tierärztin durchchecken und probieren Sie doch einfach mal als zusätzliche Alternativen Lammfleisch aus oder ab und an auch mal etwas gekochten Brokkoli. Gelegentlich unterstützen können Sie noch mit Vitamin C (z. B. Acerola-Pulver) und frischer Petersilie.

      Alles Gute und herzliche Grüße,
      Iris Dürrschmidt

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