Richtig füttern bei heißen Temperaturen

Wenn die Temperaturen hochklettern, ändert sich das Fressverhalten mancher Hunde. So kann es sein, dass Ihr Vierbeiner an heißen Tagen einfach weniger Appetit hat und seinen Napf nicht leert. Kommt das nur an warmen Tagen vor, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein normales Verhalten. Kleinere Portionen schonen den Magen. Wahlweise können Sie Ihrem Hund, der seine tägliche Futterration sonst auf zwei Portionen pro Tag verteilt bekommt, auf drei Mahlzeiten pro Tag aufteilen. Die Gesamtfuttermenge reduziert sich somit nicht, der Magen wird aber pro Portion weniger belastet.

Frisst Ihr Hund eine Mahlzeit nicht komplett auf, verwahren Sie die Reste eventuell im Kühlschrank oder werfen Sie sie besser gleich weg. Im Sommer passiert es schnell, dass das Futter ungenießbar wird (z. B. Nassfutter) oder Fliegen es als wunderbare Ablagemöglichkeit für ihre Eier ansehen. Bevor sich Ihr Hund den Magen verdirbt, ist es besser, Sie entsorgen die Reste. Geben Sie Ihrem Hund lieber von vornherein eine kleinere Portion, die er restlos auffrisst, somit ist das schon mal kein Thema mehr.
Wenn Sie den Rest der Dose Nassfutter im Kühlschrank aufbewahren denken Sie bitte daran, es ca. 30 Minuten vor der Fütterung herauszunehmen, so dass es Zimmertemperatur hat. Zu kaltes Futter kann den Hundemagen belasten.

Frisches Wasser ist wichtig – nicht nur im Sommer. Aber in der heißen Jahreszeit ist noch stärker darauf zu achten, dass es in ausreichender Menge vorhanden ist und der Napf nie leer sein darf. Mindestens zweimal täglich sollte das Restwasser aus dem Wassernapf ausgeschüttet und durch neues, frisches Wasser ersetzt werden.

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Keine Hunde im Auto lassen!

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Lassen Sie Ihren Hund nicht im Auto!

Leider kommt es immer wieder vor, dass Hunde bei Hitze von ihren Besitzern, sei es nun aus Unwissenheit, Ignoranz oder Unvernunft, im Auto gelassen werden und die Vierbeiner dabei im schlimmsten Fall umkommen.
Denn bereits bei Außentemperaturen von um die 20 Grad kann sich ein Kraftfahrzeug im Innenraum bis auf 50 Grad aufheizen.

Auch bei im Schatten geparkten Fahrzeugen ist Vorsicht geboten, denn: Oft wird nicht bedacht, wie schnell die Sonne wandert.

Hunde im Sommer nicht im Auto lassen!

Bei noch höheren Außentemperaturen kann sich ein Auto sogar auf über 70 Grad aufheizen – und das innerhalb kürzester Zeit. Das was hier entsteht nennt sich Stauwärme.
Hier reichen auch Fenster, die geöffnet sind, sowie nicht ganz verschlossene Autotüren nicht aus, um die Temperatur im Fahrzeug drastisch zu reduzieren. Somit droht Hunden, die im Auto warten müssen, Überhitzung – und die kann bis zum Tod führen.

 

Ihr Vierbeiner hat nur die Möglichkeit sich durch Hecheln die benötigte Kühlung zu verschaffen. Schweißdrüsen haben Hunde nur an den Pfotenballen und am Nasenspiegel, d. h. eine Regelung der Körpertemperatur durch Schwitzen, wie bei uns Menschen, ist bei Hunden nicht möglich.

Wenn es Hunden zu warm wird, suchen Sie sich gerne einen kühleren Platz. Den können sie aber in dieser Situation im Auto nicht finden. Also wird die Atem- bzw. Hechelfrequenz entsprechend erhöht.
Hunde, die im aufgeheizten Auto warten müssen haben Sauerstoffmangel, bekommen Kreislaufprobleme und im schlimmsten Fall kommt es zu Kreislaufversagen oder einem Herzschlag.

Und das passiert leider alle Jahre wieder.

Deshalb: Lassen Sie Ihren Hund im Sommer nie allein im Auto – auch nicht für „nur“ ein paar Minuten!

Umstellung auf BARF

Ob das Umstellen auf BARF, also die Rohfütterung, von heute auf morgen oder besser Schritt für Schritt passieren sollte ist umstritten. Im Allgemeinen wird eine langsame Umstellung bevorzugt. Bei jungen Hunden hingegen wird oft empfohlen, ad hoc umzustellen. Die Praxis zeigt, dass beides möglich ist.

Aber: Ein schrittweises Umgewöhnen ist der schonendere Weg, denn der Hundekörper und sein Verdauungstrakt müssen sich erst an die neue Nahrung gewöhnen.

Wenn Sie Ihren Hund schnell auf BARF umstellen möchten, ist es sinnvoll, ihm mindestens einen Tag, besser noch zwei bis drei Tage vor der Umstellung keinerlei Futter zu geben, sodass sich keine „Restmengen“ des bisher gewohnten (Fertig-)Futters im Verdauungstrakt befinden.
Nach diesem(n) Fastentag(en) beginnen Sie mit Leichtverdaulichem wie in kleine Stücke geschnittenem Hühnchen- oder Putenfleisch und pürierten Möhren. Verteilen Sie die Mahlzeiten bei der Ad-hoc-Umstellung auf mehrere Rationen täglich und achten Sie beim Fressen auf Ihren Hund. Wie reagiert er auf das rohe Futter? Verträgt er auch alles gut?
Bleiben Sie ein paar Tage bei den leicht verdaulichen Komponenten. Danach können Sie beispielsweise mageres Rindfleisch dazu nehmen und andere pürierte Gemüse- und Obstsorten (wie Zucchini oder Apfel). Funktioniert das ebenfalls, kann die Nahrung noch etwas anspruchsvoller werden, wie etwa ein fettreicheres Fleisch (wie Kopffleisch vom Rind) oder verschiedene Gemüsesorten, die sich zum Rohfüttern eignen.

Die schrittweise Umstellung auf Rohfleisch wird, abhängig von Ihrem Hund, ca. zwei Wochen dauern. Bei dieser langsamen Umstellung dürfen die Fertigfutter-Portionen und die BARF-Portionen nicht miteinander gemischt werden und das gilt sowohl für Trocken- wie auch für Nassfutter. Der Grund ist: Im industriell gefertigten Futter, besonders im Trockenfutter, ist der Getreideanteil meist (sehr) hoch. Getreide aber hat eine völlig andere Verdauungszeit als das rohe Fleisch. Werden also diese beiden Komponenten zusammen an den Hund verfüttert, kann es zu Blähungen oder Durchfall kommen.
Deshalb: Beachten Sie einen Zeitraum von mindestens sechs Stunden, die zwischen der Fütterung von Getreide und rohem Fleisch liegen sollten.


Der erste Schritt bei der langsamen Umstellung kann beispielsweise sein, dass Sie Ihrem Vierbeiner kleine Happen an Frischfleisch (z. B. Putenfleisch) als Zwischenmahlzeit in den Futternapf geben oder beim Spielen als Belohnung anbieten.
Als zweiter Schritt folgt dann, dass Ihr Hund täglich zwei verschiedene Futterrationen bekommt: Die eine mit dem gewohnten (Fertig-)Futter und die zweite mit dem neuen, rohen Frischfutter. Als Beispiel: Er bekommt morgens das bisher bekannte Futter und abends eine kleinere Frischfuttermahlzeit.
Nehmen Sie auch hier zunächst nur eine Sorte Fleisch, die leicht verdaulich ist, wie klein geschnittenes oder gewolftes Hühnchen- oder Putenfleisch. Klappt das gut, können Sie eine zweite Sorte Fleisch hinzunehmen (mageres Rindfleisch). Nach und nach kann sich jetzt die Gewichtung der Rohfutter- und Fertigfutteranteile verschieben.
Im dritten und letzten Schritt wird ganz auf das gewohnte Futter verzichtet und Sie geben morgens und abends die BARF-Ration. Nun darf auch hier die Nahrung anspruchsvoller werden und Sie können auch fettreicheres Fleisch füttern.

Normalerweise nehmen Hunde gern rohes Fleisch an. Hat ein Hund aber von „Welpenbeinen“ an nur Fertigfutter bekommen, wird ihm das rohe Fleisch zu Beginn unter Umständen komisch vorkommen. Er kennt schlicht und ergreifend weder den Geruch oder den Geschmack, noch die Konsistenz von rohem Fleisch nicht und muss sich erst einmal daran gewöhnen.
Ist das der Fall kann das Fleisch in der Eingewöhnungszeit gerne gegart werden. Zu Beginn werden Sie es wahrscheinlich komplett durchgaren müssen, nach und nach kann aber die Garzeit dann verkürzt werden, so dass Ihre Fellnase das Fleisch immer roher bekommt. Zum Schluss übergießen Sie es nur noch mit heißem Wasser bis Sie das Fleisch im letzten Schritt komplett roh servieren können.

Wie beim Fleisch wird auch bei Gemüse und Obst mit einer Sorte und Leichtverdaulichem begonnen, wie mit pürierten Möhren oder Äpfel. Wenn das funktioniert, können Sie weitere andere pürierte Gemüse- und Obstsorten dazu nehmen wie Zucchini oder Banane. Eventuell können Sie das Gemüse zu Beginn leicht andünsten.

Noch ein Tipp: Rohe fleischige Knochen und Knorpel sollten Sie erst nach einer gewissen Gewöhnungszeit an die Rohfütterung geben. Hier empfiehlt es sich, erst nach vier bis fünf Wochen mit „Anfängerknochen“ wie Hühnerhälsen zu beginnen.

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Wichtige Voraussetzungen zur Hundehaltung

Beginnen wir mit dem Wichtigsten überhaupt: Der Entscheidung zur Anschaffung eines Hundes an sich. Diese darf nicht zwischen Tür und Angel getroffen werden, denn sie setzt einige Überlegungen voraus. Natürlich steht im Vordergrund die Entscheidung für einen Hund als solchen, denn nicht für jeden ist das „Haustier Hund“ geeignet. Deshalb sollten im Vorfeld einige Fragen geklärt sein. Nachfolgend nur drei der Überlegungen, die Sie anstellen sollten, wenn Sie über die Anschaffung eines Hundes nachdenken.

Weitere Hinweise zur Anschaffung eines Hundes und Tipps für „Erst-Hundehalter“ bald in meinem eBook „Der erste Hund zieht ein“!

Haben Sie genügend Zeit, sich 2 – 3 Stunden täglich um Ihren „Neuzugang“ zu kümmern und sind Sie bereit, die Verantwortung für Ihren Hund für die nächsten 10 – 15 Jahre zu übernehmen?
Ein Hund braucht seinen täglichen Auslauf – und damit ist nicht nur der Auslauf im Garten gemeint. Regelmäßige Spaziergänge und Körperliche UND geistige Beschäftigung sind ebenso wichtig wie eine passende ausgewogene Ernährung und die regelmäßige Fell- und Körperpflege. Ihr Hund wäre auch sicherlich nicht glücklich, wenn er täglich mehr als fünf oder sechs Stunden alleine zu Hause auf die Rückkehr seines Rudels wartet – hier sprechen wir von einem erwachsenen Hund. Junge Hunde hingegen können maximal zwei Stunden einsamen Stubenarrest ertragen, schon aus dem Grund, dass sie noch häufiger nach draußen müssen um sich zu erleichtern. Und bedenken Sie, dass ein Hund durchaus einige Jahre bei Ihnen verbringen wird. Je nach Größe und Rasse können das 10 – 15 Jahre oder sogar mehr sein.

Welche Rasse soll Ihr neuer Mitbewohner haben? Und: Ist die Rasse, die Ihnen vorschwebt, auch die richtige für Sie und Ihre Familie?
Vor der Entscheidung informieren Sie sich unbedingt über die verschiedene Rassen und deren Eigenheiten. Sich für eine bestimmte Rasse zu entscheiden, in dem man lediglich nach dem Aussehen auswählt, oder gar einem „Trend“ folgt, ist kein guter Start.
So werden ein Weimaraner, ein Border Collie oder ein Deutscher Schäferhund in einem Haushalt voller unentschlossener „Couch-Potatoes“ sicherlich unterfordert – und somit sind Probleme vorprogrammiert. Machen Sie sich die Mühe und überlegen Sie sich VOR dem Kauf, was Sie von Ihrem zukünftigen Hund erwarten und auch, was Sie ihm bieten können.
Rasseinformationen sollten Sie sich im Übrigen genauso bei Mischlingshunden einholen!

Wissen Sie, welche Kosten auf Sie zukommen?
So wie jedes Hobby, kostet auch die Haltung eines Hundes Geld. Hier nur einmal ein paar der Kostenfaktoren, die auf Sie zukommen: Futter (was natürlich je nach Größe des Hundes ein sehr variabler Kostenfaktor ist) und  Näpfe, Hundeschule und die Fahrten dorthin, verschiedene Hundebetten, Leinen, Halsband und Geschirr, Kosten für den Tierarzt und/oder Tierheilpraktiker, Medikamente, Fachliteratur, Haftpflichtversicherung und Hundesteuer, Unterbringung in einer Tierpension und so weiter und so fort.

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Gemüse und Obst – „No Go´s“

Für unsere Hunde gibt es bei Gemüse und Obst einige Sorten, die absolute „No Go´s“ sind und solche, die sich nur bedingt zum Verzehr eignen.

Fangen wir beim Gemüse an

Nachtschattengewächse: Dazu gehören Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln. Sie sollten in rohem Zustand nicht an Hunde verfüttert werden, da sie Solanin enthalten. Während Hunde Auberginen und Kartoffeln auf keinen Fall roh bekommen dürfen, wird bei Tomaten und Paprika gelegentlich empfohlen, auf sehr reife Früchte zurück zu greifen und dort die „grünen Stellen“ zu entfernen, da hier der Solanin-Wert besonders hoch ist. Das kann jeder Hundehalter für sich entscheiden, aber grüne Tomaten und grüne Paprika sollten für Hunde ebenfalls komplett tabu sein.

Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen sind nicht für BARF geeignet, sie können schwere Blähungen und Krämpfe auslösen – Finger weg.

Avocados: Sie enthalten das Toxin Persin, das bei Menschen keine negativen Auswirkungen hat, wohl aber bei Haustieren. Auch hier gilt – Finger weg.

Zwiebeln: Anders als Menschen, die Zwiebeln sogar roh essen können, reagieren Hunde auf den Verzehr von Zwiebeln mit Hämolyse. Das heißt, die roten Blutkörperchen werden zerstört. Giftig wirkt bei Hunden bereits der Verzehr von 5 bis 10 g Zwiebeln pro kg Körpergewicht. Am gefährlichsten sind zwar rohe Zwiebeln, aber auch gekochte oder getrocknete Zwiebeln sind für Ihren Hund giftig.

Kohl: Unter Vorbehalt und wenn, dann nur in geringen Mengen geeignet sind die meisten Kohlsorten. Kohlgewächse sind zwar häufig gute Lieferanten von Vitaminen (vor allem Vitamin C) und  Mineralstoffen. Aber: Sie wirken ebenfalls blähend und sollten deshalb nur bedingt roh gefüttert werden, das heißt erstens nur, wenn der Hund sie verträgt, und zweitens nur in kleinen Mengen. Dazu gehören unter anderem Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Rot- und Weißkohl oder Kohlrabi. Ausnahmen bestätigen die Regel: Chinakohl und Brokkoli sind im Allgemeinen weniger blähend und meist gut verfütterbar.

Weitere Tipps im BARF-Ratgeber BARF – Bereit, alles roh zu füttern!? unter:
BARF – Bereit, alles roh zu füttern!?: Ratgeber zur gesunden Ernährung Ihres Hundes

Auch beim Obst gibt es Besonderheiten

Weintrauben und Rosinen: Sie gilt es zu meiden, da bei Hunden nach dem Verzehr schon mehrfach Vergiftungserscheinungen bekannt wurden – es kann zu Nierenschäden kommen und im schlimmsten Fall droht der Tod. Im Allgemeinen wird eine Menge ab 10 bis 11 g Weintrauben oder Rosinen pro Kilogramm Körpergewicht als sehr bedenklich eingestuft.

Unreifes Obst: Das darf nicht verfüttert werden, da erstens in unreifen Früchten Blausäure enthalten ist und es zweitens zu Funktionsstörungen im Verdauungstrakt des Hundes kommen kann. Am besten das Obst, das Sie füttern möchten, absolut reif und süß – besser sogar knapp überreif!

Kerne und Steine: Obstkerne und Obststeine enthalten Blausäure, deshalb sind Kerne und Steine vor dem Füttern des Obstes zwingend zu entfernen.

 

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Zecken fallen von den Bäumen?

Der Mythos, dass Zecken von den Bäumen fallen, ist hoffentlich bald ausgeräumt, denn so ist es nicht. Zecken warten unter Laub, im Unterholz oder im hohen Gras. Und kommt dann ein potentielles „Opfer“ vorbei, zögern sie nicht, und siedeln auf den Hund, die Katze oder den Menschen über.

Zecken können Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, auch Hundemalaria genannt, oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen.

Während FSME sowie die Borreliose bei Hunden nur sporadisch zum Ausbruch kommen, ist die Infektionskrankheit Babesiose gefährlicher für den Hund. Sie wird hauptsächlich von der braunen Hundezecke übertragen und die gibt es häufig in Südeuropa (beispielswiese in Italien). Möchten Sie Ihren Hund also mit in den Urlaub nehmen, ist eine gute Zeckenprophylaxe relevant.

Zeckenzeit und Lieblingsplätze

Die Zeckenzeit, die sich in Deutschland ursprünglich einmal in dem ungefähren Zeitraum von März bis Oktober erstreckte, ist so nicht mehr gültig. Mittlerweile sollten Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken hin untersuchen, denn abhängig von Witterung und Region kann sich die Zeckensaison durchaus fast über das ganze Jahr erstrecken.

Zecken stechen nicht sofort, sondern suchen sich erst einen für sie geeigneten Platz. Und das kann ein paar Stunden dauern. So lange haben Sie Zeit, die Zecken einfach aus dem Fell heraus zu sammeln. Hat eine Zecke gestochen und Sie entfernen diese innerhalb der ersten 12 Stunden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass noch keine Krankheiten auf den Hund übertragen wurden, denn erst danach beginnt die kritische Phase.
Grundsätzlich stechen Zecken gerne dort, wo wenige Haare sind und eine gute Durchblutung stattfindet, also beispielsweise am Kopf, Hals oder Bauch.

Das Entfernen

Wichtig für das Entfernen von Zecken ist: Benutzen Sie dafür vorgesehene Zeckenentferner (Zeckenhaken, Zeckenkarte, Zeckenzangen etc.).Die Entfernung mit einem dieser Hilfsmittel ist leicht und auf alle Fälle der Entfernung durch die Finger vorzuziehen.
Bei der Entfernung mit den Fingern besteht die Gefahr, dass die Zecke stark gequetscht wird und durch diese Quetschung erst recht die Erreger an den Hund abgibt! Verzichten Sie auf „Geheimtipps“ wie Öl auf die Zecke zu träufeln oder gar die Zecke mit offenem Feuer abzubrennen! Im „Todeskampf“ der Zecke gilt das Gleiche, wie bei einer zu starken Quetschung – sie gibt dabei die Erreger erst recht ab. Ganz zu schweigen von der Gefahr für Ihren Hund bei der zweiten Version…

Setzen Sie lieber auf Zeckenhaken, Zeckenkarte oder auf Kokosöl für Tiere -ein natürlich wirksamer Schutz gegen Zecken, Milben, Parasiten & Fellpflege ohne Chemie (1000ml PE-Becher)

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Morosche Möhrensuppe

Die bei Durchfall helfende Suppe wurde ursprünglich in der Humanmedizin (im Bereich Kinderheilkunde) von dem Heidelberger Professor Dr. Ernst Moro entwickelt. Und das im Jahre 1908 – also zu einer Zeit, also es noch kein Antibiotika gab. Durch diese Suppe konnte damals die Kindersterblichkeit bei Durchfallerkrankungen erheblich reduziert werden.

Natürlich kann die Morosche Möhrensuppe keine medizinische Behandlung ersetzten. Suchen Sie deshalb bitte unverzüglich einen Tierarzt auf, wenn der Durchfall langanhaltend ist und/oder Ihr Hund ernsthafte Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, zusätzliches Erbrechen usw. zeigt. Hier kann es schnell zu lebensbedrohlichen Situationen kommen – vor allem bei Welpen, Junghunden und Hundesenioren.
Aber: Die Morosche Karottensuppe ist ein tolles, unterstützendes Hausmittel bei der Behandlung gegen Durchfall und dank der vielen positiven Erfahrungen hält sich das Rezept bis heute.

Das „Geheimnis“ der Suppe: Durch das sehr lange kochen der Möhren (90 Minuten) entstehen Oligosacchariden. Das sind bestimmte Zuckermoleküle, die den Dünndarm von innen schützen, indem sie sich an die Dünndarmwand legen und dadurch die Anhaftung schädlicher Darmkeime blockieren. Sobald sich die Darmschmarotzer sich nicht an die Darmwand anheften können, rutschen sie ab und werden zusammen mit dem Speisebrei ausgeschieden.

Um diesen Effekt zu erzielen, geben Sie Ihrem Hund bei Durchfall ein bis maximal zwei Tage lang ausnahmslos die Morosche Möhrensuppe, aufgeteilt in vier bis fünf Portionen. Nimmt er die Suppe pur nicht an, können Sie ein wenig gekochtes Hühnerfleisch beimengen. Danach können Sie Ihrem Vierbeiner ca. 30 Minuten vor dem eigentlichen Futter eine Portion der Moroschen Karottensuppe geben, so dass sich die Oligosaccariden schon an die Darmwand heften können, und danach das eigentliche Futter.
Sollte sich der Durchfall nicht verbessern oder ernsthafte Symptome hinzukommen (siehe oben), ist der sofortiger Gang zum Tierarzt unumgänglich.

Und hier ein Grundrezept:

1 kg Möhren (evtl. schälen, je nach Qualität der Möhren), die Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden.
Die geschnittenen Möhren in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken und einmal komplett aufkochen lassen.
Danach beginnt die eigentliche Kochzeit von 90 Minuten – die Möhren sollen in der Zeit aber nicht wirklich richtig kochen, sondern lediglich köcheln (auf niedriger Stufe).
Ab und zu nachsehen, ob noch genügend Wasser im Topf befindet und ggfs. aufgießen.
Die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren, einen Teelöffel Salz zufügen, abkühlen lassen. Fertig.

 

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Allergien bei Hunden – Teil 2

Die beiden häufigsten Allergieformen sind zum einen die Atopie und zum anderen die Futtermittelallergie.

Als Atopie bezeichnet man die Allergie auf Umweltkeime, sie wird durch das Einatmen der Allergene ausgelöst oder durch Hautkontakt mit den Allergie auslösenden Substanzen. Die Atopie tritt meist im Zeitraum zwischen 6 Monaten und 6 Jahren erstmalig auf.

Die Futtermittelallergie ist eine Reaktion auf Allergene aus der Nahrung. Eine Futtermittelallergie ist meist eine Mischung aus Allergie und Unverträglichkeit, deshalb sind auch die Begriffe „Futtermittelunverträglichkeit“ und „Futtermittelintoleranz“ sehr geläufig. Eine Futtermittelallergie bzw. -unverträglichkeit kann in jedem Alter erstmalig auftreten. Bei einer Unverträglichkeit reagiert nicht das Immunsystem (wie in Teil 1 beschrieben), sondern ein Hund kann aus bestimmten Gründen einen Stoff nicht vertragen oder verarbeiten.

Ein gutes Buch über Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten ist das Buch Wenn Futter krank macht: Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten bei Hunden von Martin Bucksch.

Wie bereits in Teil 1 (http://hundetipps-24.de/hundetipps/allergien-hund-teil-1) erwähnt, können allgemeine Symptome einer Allergie unter anderem sein:

  • Juckreiz (typische Stellen beim Hund: Ohren, Pfoten, Bauch, Augen, Achseln, Leiste, Po)
  • entzündete und gerötete Haut
  • Durchfall und Blähungen
  • gerötete und entzündete Augen
  • evtl. Husten und Niesen

Achtung: Da diese genannten Symptome auch Symptome schwerwiegender Erkrankungen sein können, ist für eine korrekte Diagnose in jedem Fall ein Tierarzt aufzusuchen.

Aber: Die genaue Diagnose, welche Art von Allergie vorliegt kann bis zu zwei Monaten dauern! Zum Stellen einer solchen Diagnose gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Ihr Tierarzt individuell mit Ihnen genau durchsprechen wird.

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Allergien bei Hunden – Teil 1

Als Allergie wird im Allgemeinen eine Überreaktion des Immunsystems auf harmlose Stoffe bezeichnet. Diese Stoffe sind für den Körper nicht schädlich und lösen im Normalfall keine derartige Reaktion aus. Bei Allergikern jedoch reagiert das Immunsystem auf diese Stoffe (Allergene) so, als wären sie Krankheitserreger und das wiederum heißt, es werden Antikörper und Immunzellen gebildet. Kommt der Körper dann erneut mit der gleichen Materie in Berührung, entscheidet er, ob und vor allem wie er darauf reagiert.

Allergien kommen bei Hunden häufig vor – Tendenz steigend. Die Neigung zu Allergien ist erblich, oftmals hatten sogar beide Elternteile Probleme mit Allergien. Eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe wird erst im Laufe der Zeit entwickelt. Neben einem anders funktionierenden Immunsystem haben Hunde, die allergisch reagieren, eine anders strukturierte Hautoberfläche als gesunde Hunde. Die Hautplättchen liegen nicht übereinander, sondern sind etwas durcheinander, so dass kleine Lücken in der Hautbarriere entstehen.

Allergieauslöser können unter anderem Parasiten sein, wie z. B. eine Allergie auf Flohspeichel, Hausstaubmilbenkot, Gräser oder Pollen, Futtermittel und -zusätze, Kontakte der Haut zu bestimmte Stoffen (sogenannte „Kontaktallergien“), Medikamente usw. Allergien sind in den seltensten Fällen völlig heilbar, aber der Gesundheitszustand des Hundes kann fast immer deutlich verbessert werden.

Ein sehr empfehlenswertes Buch zu dem Thema Allergien ist das Buch Allergien beim Hund: Natürlich behandeln und vorbeugen, Auslöser erkennen und vermeiden von Dr. med. vet. Vera Biber

Allgemeine Symptome einer Allergie können unter anderem sein

  • Juckreiz (typische Stellen beim Hund: Ohren, Pfoten, Bauch, Augen, Achseln, Leiste, Po)
  • entzündete und gerötete Haut
  • Durchfall und Blähungen
  • gerötete und entzündete Augen
  • evtl. Husten und Niesen

Da diese genannten Symptome auch Symptome schwerwiegender Erkrankungen sein können, ist für eine korrekte Diagnose in jedem Fall ein Tierarzt aufzusuchen.

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Der Welpenhandel

Immer und immer wieder werden Lastkraftwagen und Transporter gestoppt, in denen Hundewelpen, oft aus Osteuropa, auf eine lange Reise in ihre „Bestimmungsländer“ geschickt werden – sei es nun Deutschland, Österreich, Holland usw.… Und dann kann man wieder einmal in den verschiedensten Medien Schlagzeilen wie diese lesen:

Fieser Tierhandel: 92 Welpen aus Transporter gerettet.

Diese Hundewelpen, die schon so früh in ihrem Leben unfreiwillig auf Reisen gehen, sind meist gerade mal vier oder fünf Wochen alt. Sie vegetieren während einer oft tagelangen Fahrt in viel zu engen Transportkäfigen ohne Wasser und Futter dahin, sind oft unterkühlt und meistens krank. Sie haben Durchfall, der teilweise sogar blutig ist, Probleme mit den Augen oder Schnupfen. Und das sind häufig nur die kleineren Probleme, denn auch eine ordnungsgemäße Entwurmung oder Impfung ist nicht vorhanden und die mitgeführten Papiere sind oft gefälscht – welch trauriger Start in ein Leben. Wird einer dieser Welpen-Transporte gestoppt, werden die Kleinen zunächst in den nahegelegenen Tierheimen oder Tierkliniken untergebracht, untersucht und mühevoll wieder aufgepäppelt.

Aber auch dann, wenn die Kleinen diesen Transport überstehen und direkt verkauft werden, sei es aus dem Kofferraum eines Autos heraus, über Internet, Kleinanzeigen oder wie auch immer, und ein neues Zuhause finden, haben sie es noch lange nicht geschafft. Wie bereits erwähnt sind die wenigsten entwurmt und geimpft. Daher kann ein solcher Welpe beispielsweise an Parvovirose erkrankt sein. Diese Infektionskrankheit ist besonders für junge und geschwächte Tiere gefährlich, sie ist extrem ansteckend und ihre Behandlung ist äußerst kostspielig. Und auch dann, wenn eine gute Tierklinik ihr bestes tut, kann der Kleine oftmals nicht gerettet werden.
Ein weiterer Punkt ist, dass diese Welpen häufig Gen-Defekte aufweisen, da bei der „Zucht“ (obwohl diese Art der „Vermehrung“ den Begriff „Zucht“ nicht verdient hat) nicht auf den notwendigen Ausschluss ungeeigneter Hündinnen und Rüden geachtet wird. Hier zählt lediglich die Menge der Welpen. Und so werden Hündinnen zu Wurf-und Rüden zu Deckmaschinen.
Die „Ware Hundewelpe“ ist vielversprechend und lukrativ und lässt viele „Vermehrer“ nur an den Profit denken – wen interessieren da schon die Umstände, in die die Welpen hineingeboren werden. Das gleiche gilt für die Lebenshaltung der Elterntiere oder der unwürdige Transport, mit denen die Kleinen an ihr Zielland gebracht werden. Denn: Mit Hundewelpen ist gutes Geld zu verdienen.
Im Übrigen gibt es solche Vermehrer nicht nur in Osteuropa – auch manch ein deutscher „Züchter“ steht diesen Praktiken in nichts nach.
Möglich wird dieser Welpenhandel und die Welpen-Verramschung allerdings erst dadurch, dass die Nachfrage an Hundewelpen steigt, aber viele nicht bereit sind, den angemessenen Preis zu bezahlen, den ein Welpe aus einer seriösen Zucht kostet.

Primelsocke sagt:
Kauft Welpen deshalb niemals bei einem Massenzüchter – das gilt sowohl für Deutschland wie auch für das Ausland! Diese Welpen sind meist krank, nicht geimpft und ohne Papiere. Selbst wenn euch ein Impfpass gezeigt wird, heißt das noch lange nichts, denn diese Impfpässe sind oft gefälscht.
Natürlich ist es schwierig, einfach wieder wegzugehen und keinen der Kleinen mitzunehmen, solltet ihr an einen solchen unseriösen „Züchter“ geraten – und sei es nur aus Mitleid.
Aber diese Art der „Verramschung“ von Hundewelpen darf nicht unterstützt werden und durch den Kauf bei einem dieser Welpenhändler wird die Vermehrung der armen Welpen nur noch angeheizt.

Mehr über Welpen und deren Bedürfnisse lesen Sie auch in den Büchern:
Ein Welpe kommt ins Haus oder Welpen: Richtig halten und erziehen, Hundesprache verstehen

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