BARF bei dünnen Hunden

Wann ist ein Hund überhaupt untergewichtig?

Sehr dünner Hund_Archiv Iris Dürrschmidt

Bei einem untergewichtigen Hund sind die Rippen leicht zu ertasten und es ist keine Fettschicht tastbar. Es ist eine deutliche Schürzung zu sehen, das heißt, dass Taille und Bauchbereich von oben betrachtet stark eingeengt sind. Rassebedingte Unterschiede müssen hierbei natürlich berücksichtigt werden. So sehen Windhunde vergleichsweise immer „unterernährter“ aus als Bulldoggen mit ihrer eher kompakten Figur – auch wenn beide normalgewichtig sind. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Hund untergewichtig ist, fragen Sie einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker dazu.

Hund wird dünner durch BARF

Ist Ihr ausgewachsener und gesunder Hund zu dünn, ist zunächst zu klären, welche Gründe das haben könnte. Haben Sie beispielsweise einen „Neuzugang“ aus dem Tierschutz, der aufgepäppelt werden will? Oder hat sich eventuell das Betätigungsfeld geändert und Sie betreiben jetzt mit Ihrem Hund regelmäßig Hundesport? Oder wird Ihr Hund durch die Umstellung auf BARF dünner? Bei diesem Punkt gehen wir etwas in die Tiefe.
Manchmal wird ein Hund durch das Barfen dünner, obwohl er mit der üblichen BARF-Menge die zwischen 2 % und 4 % des eigenen Körpergewichtes liegt, gefüttert wird. Das hat meist einen einfachen Grund: Bei der BARF-Ration fehlen diejenigen Bestandteile, die am meisten Energie geben – und das sind die Fette! Fett ist nicht per se „schlecht“ für den Hund, es ist in angemessenem Verhältnis sogar notwendig. Bei einem gesunden und ausgewachsenen Hund sollte der Fettanteil in den Mahlzeiten im Durchschnitte bei mindestens 15 % bis hin zu 25 % liegen. Da die meisten BARF-Hersteller den Fettgehalt auf die Verpackungen drucken, ist das meist gut nachzuvollziehen und bei Bedarf kann Fett zum Beispiel in Form von hochwertigen Fetten und Ölen zugefüttert werden.

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Gutes für zu dünne und sehr aktive Hunde

Folgende Lebensmittel sind für zu dünne oder sehr aktive Hunde besonders geeignet:
Tierische => fettreiches Fleisch von Rind (durchwachsen oder mit Fettrand) und Ente. Als Zugabe: Euterfleisch vom Rind, Geflügel- oder Lammfett, Rindertalg
Pflanzliche => Hier sind wir bei den Kohlenhydraten. Am besten eignen sich Getreidesorten ohne Gluten wie z. B. Amaranth, Hirse oder Quinoa.
Zusätze => Lachsöl, hochwertige kaltgepresste Öle wie z. B. Leinöl

Achtung

Verliert Ihr Hund an Gewicht, können natürlich auch andere als die oben genannten Gründe vorliegen, wie beispielsweise ein Parasitenbefall. Dieser kann aber relativ einfach durch eine Kotuntersuchung durch den Tierarzt festgestellt werden. Auch Stress, Stoffwechselstörungen oder andere Faktoren können die Ursache für Gewichtsverlust sein. Sollten Sie diesbezüglich unsicher sein, lassen Sie das bitte medizinisch abklären.

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