Hundesenioren

Hundesenioren – ein Geschenk für jeden Halter

Es ist doch eine gute Nachricht, dass unsere vierbeinigen Freunde durch die bessere Haltung, die gute medizinische Versorgung und nicht zuletzt durch eine artgerechte Ernährung immer älter werden.
Egal, ob Sie nun nach der Faustregel „Menschenalter mal sieben“ das Hundealter errechnen oder bei einem zweijährigen Hund von einem Menschenalter von 25 Jahren ausgehen und die Folgejahre mit je fünf bis sechs Jahren dazu addieren: Bei einem Hund im fortgeschrittenen Alter kommen Sie mit beiden Formeln mehr oder weniger auf ein ähnliches Ergebnis. Abgesehen davon ist Alter relativ und hängt zusätzlich vom Individuum Hund ab, von seiner Rasse und Größe.
Deshalb gelten auch folgende Punkte als Richtwert:
• Kleine Hunde gelten ab einem Alter von zehn Jahren als Senioren,
• mittelgroße und große Hunde ab dem siebten bis neunten Lebensjahr und
• sehr große Hunde bereits ab dem sechsten Lebensjahr.

Senioren auf dem Abstellgleis?

Liana – fotolia.com

Absolut nicht nachvollziehen kann ich, dass einige Halter ihre Hunde ins Tierheim abschieben, nur weil diese ins Alter kommen. Natürlich machen alte Hunde etwas mehr Arbeit, benötigen vermehrt unsere Hilfe und unseren Beistand, besondere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit und manches Mal auch ein Mehr an Budget. Aber das alles sollten wir mit Freuden annehmen und unser Bestes geben, unseren vierbeinigen Begleitern einen wunderbaren Lebensabend zu gestalten.

Achtsamkeit

Das heißt zum einen ein besonderes Augenmerk auf kleinere und größere Veränderungen zu haben. Tasten Sie beispielsweise beim Streicheln den gesamten Hundekörper nach Knötchen, Beulen oder Wehwehchen ab. Achten Sie auf veränderte Verhaltensweisen ihres Vierbeiners. Zum Beispiel ob er Schmerzen beim Fressen hat, die auf ein entzündetes Zahnfleisch oder abgebrochene bzw. lockere Zähne hinweisen könnten. Schneiden Sie auch die Krallen des Seniors turnusmäßig, da sich diese durch kürzere Spaziergänge nicht mehr so stark abnutzen.
Achten Sie weiterhin auf eine gesunde Ernährung. Nicht jede/r Hundeoma oder -opa benötigen weniger Futter, um nicht zu stark zuzunehmen. Oft ist auch eine größere Portion vonnöten, da die aufgenommenen Nährstoffe durch einen verlangsamten Stoffwechsel nicht mehr so gut verwertet werden können. In dem Fall darf es ab und zu von den guten Sachen auch mal ein bisschen mehr sein, also ein zusätzliches Ei oder eine etwas größere Portion Muskelfleisch, etwas Hüttenkäse oder Quark.
Lassen Sie Ihre Fellnase zusätzlich regelmäßig von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker begutachten.

Fit und aufgeweckt

Auch wenn die Gassirunden allmählich kürzer und weniger anspruchsvoll werden, ist die kontinuierliche Bewegung ebenso wichtig, wie das regelmäßige Spielen. Bei Letzterem ist es natürlich abhängig von der Fellnase, ob es eher ein Suchspiel sein darf oder ob er nach wie vor mit Freude sein Lieblingsspielzeug apportiert – oder auch beides. Übrigens: Auch alte Hunde lernen gerne neue Tricks.

Anerkennung

Den Dank für unsere Bemühungen bekommen wir von unseren Hundesenioren doppelt und dreifach zurück. Durch Blicke oder hündische Gesten der Zuneigung. Durch ihre Nähe oder dem Vorleben des „leben im Hier und Jetzt“, das unser Fellnasen aus dem FF beherrschen. Oder sei es durch altbekannte oder neue Schrullen, mit denen sie uns zum Schmunzeln und Lachen bringen. Oder…

An dieser Stelle habe ich noch eine wunderbare Buchempfehlung

„Die Weisheit alter Hunde“ von Elli H. Radinger – zum Schmunzeln, zum Weinen, zum Nachdenken und vor allem mit Herz und Seele geschrieben.

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